Elisabethfehn  Symbolischer Spatenstich für Neubau

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 23.12.2025 16:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Erster Spatenstich für die neue Friedhofskapelle in Elisabethfehn (von links): Wilfried Lütjes, Thomas Perzul, Michael Beckmann, Nils Anhuth, Thomas Otto, Mathies Könenkamp. Foto: Hans Passmann
Erster Spatenstich für die neue Friedhofskapelle in Elisabethfehn (von links): Wilfried Lütjes, Thomas Perzul, Michael Beckmann, Nils Anhuth, Thomas Otto, Mathies Könenkamp. Foto: Hans Passmann
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Ein symbolischer Spatenstich war der Auftakt für den Neubau einer Friedhofskapelle bei der Christuskirche. Das rund 660.000 Euro teure Projekt soll im kommenden Jahr realisiert werden.

Elisabethfehn - Das Gelände beim Friedhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn ist kein gewöhnlicher Ort für einen ersten Spatenstich. Nun haben sich Elisabethfehns Pastor Thomas Perzul, der Bürgermeister der Gemeinde Barßel, Nils Anhuth (parteilos), sein Saterländer Amtskollege Thomas Otto (parteilos) sowie Mitglieder des Gemeindekirchenrates und vom Architekturbüro Bocklage und Buddelemeyer, Mathies Könenkamp, versammelt, um gemeinsam symbolisch den Bau der neuen Friedhofskapelle auf den Weg zu bringen. Die Beteiligten griffen am Donnerstag, 18. Dezember 2025, zu Spaten und Schaufeln.

Investition von rund 660.000 Euro

Für rund 660.000 Euro soll im kommenden Jahr der Neubau entstehen, die alte Friedhofskapelle wird abgebrochen. „Die bisherige Friedhofskapelle muss dringend erneuert werden. Sie ist kein angemessener Ort mehr für das Abschiednehmen“, sagt Pastor Thomas Perzul. Ursprünglich sei man von Baukosten in Höhe von 600.000 Euro ausgegangen. Mittlerweile seien die Kosten um zehn Prozent auf 660.000 Euro gestiegen.

Bei der Finanzierung erhält die Kirchengemeinde finanzielle Unterstützung der Gemeinden Barßel und Saterland. Aus Barßel gibt es einen Zuschuss bis zu 100.000 Euro, aus dem Saterland kommen noch einmal bis zu 31.500 Euro. „Wegen der gestiegenen Kosten müssen wir noch einmal Kontakt mit den Gemeinden aufnehmen und um eine Erhöhung des Zuschusses bitten“, sagt Pastor Perzul.

Für den Neubau der Friedhofskapelle erfolgte der symbolische erste Spatenstich. Foto: Hans Passmann
Für den Neubau der Friedhofskapelle erfolgte der symbolische erste Spatenstich. Foto: Hans Passmann

Friedhöfe überwiegend in kirchlicher Trägerschaft

Das Bestattungswesen sei eigentlich eine kommunale Aufgabe. In der hiesigen Region übernehmen jedoch die kirchlichen Institutionen wie die Kirchengemeinde in Elisabethfehn diese Aufgabe. Das bedeute, es gebe keine kommunalen Friedhöfe, sondern diese befänden sich überwiegend in katholischer oder evangelischer Trägerschaft. Daher würden auf den Friedhöfen nicht nur Mitglieder der jeweiligen Kirchen beerdigt. „Wir sind verpflichtet, Menschen aller Konfessionen oder ohne Konfession zu beerdigen“, erklärt Perzul. Auch wenn Elisabethfehn ein Ortsteil der Gemeinde Barßel ist, würden dort auch Verstorbene aus dem Saterland beerdigt. Daher beteiligen sich beide Kommunen an den Zuschüssen.

Mit dem Kapellen-Neubau wolle die Kirchengemeinde einen würdigen Raum schaffen, der den sich verändernden Bedürfnissen und Wünschen gerecht werde, erklärt Perzul. Umsetzen lasse sich das Vorhaben aber nur, weil die Kirchengemeinde neben der Förderung auch beachtliche Spenden erhalte. Beim Neubau will man in Elisabethfehn zudem den sich verändernden Bestattungsformen nachkommen. Daher soll eine Urnenwand direkt neben der neuen Friedhofskapelle entstehen.

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