Preiserhöhung  Eintritt fürs Friesenbad in Weener soll 2026 steigen

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 18.12.2025 11:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Friesenbad in Weener ist besonders bei Familien beliebt. Foto: Tatjana Gettkowski/Archiv
Das Friesenbad in Weener ist besonders bei Familien beliebt. Foto: Tatjana Gettkowski/Archiv
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Der Eintritt fürs Friesenbad Weener soll 2026 angehoben werden. Dabei haben gerade Familien durch allgemein gestiegene Kosten immer weniger Geld zur Verfügung. Welcher Eintrittspreis ist noch tragbar?

Weener - Beschlossen ist zwar noch nichts. Eines steht aber schon jetzt fest: Freunde des Friesenbads Weener müssen sich in der kommenden Saison auf höhere Eintrittspreise einstellen. Das haben Rat und Verwaltung der Stadt Weener in der letzten Ratssitzung des Jahres angekündigt. Das Freibad zu betreiben wird für Stadt immer teurer.

Hermann Welp, Geschäftsführer der Friesenbad Weener GmbH, geht davon aus, dass die Stadt Weener das im kommenden Jahr mit 375.000 Euro bezuschussen muss. Für das kommende Jahr geht man von einem Umsatzerlös von 245.000 Euro aus. Das reicht aber bei weitem nicht, um die Kosten zu decken.

Letzte Gebührenerhöhung liegt drei Jahre zurück

„Anfang 2026 müssen wir über eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise diskutieren“, so Welp. Die letzte Gebührenerhöhung liege drei Jahre zurück. Seitdem liegt der Eintrittspreis für Erwachsene bei fünf Euro, Jugendliche zahlen drei Euro.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen. Die Ausgaben im Friesenbad für Strom konnten deutlich gesenkt werden. Obwohl die Photovoltaikanlage auf den Dachflächen des Freibades erst am 8. April 2025 in Betrieb gegangen sei, konnte ein Drittel des Verbrauchs gespart werden. 2024 lagen die Stromkosten nach den Worten von Hermann Welp noch bei 47.000 Euro, 2025 sank die Summe auf 32.000 Euro. „Wir können davon ausgehen, dass wir 2026 noch mehr einsparen, weil die Anlage dann ja volle zwölf Monate laufen wird“, so Welp weiter. Nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht habe sich die Investition sich daher gelohnt.

Hoffnung auf mehr Gäste in 2026

„Das Friesenbad ist eine Säule der Stadt Weener“, sagte CDU-Ratsherr Reinhard Schüür. Dennoch komme man um eine moderate Erhöhung nicht herum. Helmut Geuken, Chef der SPD-Ratsfraktion, legt Wert auf eine sozialverträgliche Anhebung der Eintrittsgebühren. Er hoffe auf einen Anstieg der Besucherzahlen. „Wenn die Friesenbrücke wieder befahrbar ist, ist es für Besucher aus Westoverledingen wieder einfacher, spontan mit dem Fahrrad zum Friesenbad zu fahren.“

Insgesamt 74.434 Badegäste besuchten haben das Freibad seit dem Saisonstart am 12. April bis zum Ende der Saison am 13. September besucht. Die Eröffnung der nächsten Saison wird voraussichtlich am Samstag, 11. April 2026 sein. Das Friesenbad hat mit diesem frühen Öffnungstermin unter den Freibädern in der gesamten Region die Nase vor. Denn durch die Fernwärmeversorgung der Firma Klingele wird das Wasser durch eine unterirdische Leitung mit Fernwärme beheizt. Dadurch kann das Wasser auf bis zu 28 Grad zu erwärmt werden, selbst wenn die Außentemperaturen im Frühjahr noch kühl sind.

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