Prozessauftakt  80-Jähriger bei Überfall in Cloppenburg fast getötet

Otto Höffmann
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Von Otto Höffmann
| 17.12.2025 10:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Am Landgericht Oldenburg war der Prozessauftakt. Foto: Archiv
Am Landgericht Oldenburg war der Prozessauftakt. Foto: Archiv
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Vor dem Landgericht Oldenburg müssen sich zwei junge Männer wegen versuchten Mordes und Raubes verantworten. Sie sollen einen Senior brutal überfallen und lebensgefährlich verletzt haben.

Cloppenburg - Wegen versuchten Mordes, vollendeter Körperverletzung, Raubes und weiterer Vermögensdelikte müssen sich zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren vor der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Oldenburg verantworten. Der Prozess gegen die beiden Angeklagten sowie einen weiteren Mittäter hat begonnen. Verhandelt wird ein Überfall auf einen 80-jährigen Mann in dessen Haus in Cloppenburg, bei dem das Opfer lebensgefährlich verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchten Mord. Die Strafkammer stellte eine Jugendstrafe von nicht unter fünf Jahren in Aussicht, sollte ein Geständnis erfolgen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Das Opfer wurde fast totgeschlagen

Der Raubüberfall ereignete sich im Dezember 2024 im Cloppenburger Ortsteil Stapelfeld. Wie die beiden Hauptangeklagten vor Gericht einräumten, drangen sie in das alleinstehende Einfamilienhaus des Seniors ein, um Geld und Wertgegenstände zu erbeuten. Sie führten dabei mindestens eine Schreckschusspistole mit sich.

Das Opfer wehrte sich zunächst gegen die Eindringlinge, hatte jedoch keine Chance und wurde auf brutale Weise fast totgeschlagen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nahmen die Angeklagten den Tod des Mannes billigend in Kauf, um einen Zeugen ihres Raubüberfalls zu beseitigen. Der Senior überlebte, muss aber bis heute stationär ärztlich behandelt werden und wird nach Angaben der Ärzte wohl nie wieder allein in sein Haus zurückkehren können.

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