Ärztin Von Papenburg nach Barßel – das ist Dr. Christina Spiller
Gar nicht einfach, sich als Frau in der Chirurgie durchzusetzen. Dr. Christina Spiller sagt: „Das hat mich aber nur motiviert, es trotzdem zu schaffen.“ Davon und wie ihre Kindheit in Papenburg sie gestärkt hat, erzählt sie uns.
Barßel/Papenburg - Dr. Christina Spiller, geboren in Berlin, ist aufgewachsen in Papenburg. Ihr Weg in die Chirurgie war für die heute dreifache Mutter nicht immer leicht. In Studium und Ausbildung sind ihr echte Vorurteile entgegengeschlagen, erinnert sich Christina Spiller. Frauen mit Kindern hätten in der Chirurgie nichts verloren, habe man ihr gesagt. Kein Grund, sich entmutigen zu lassen, fand sie. Die 45-Jährige berichtet, dass sie von ihrer Kindheit in Papenburg stark profitiert hat.
Ihren Sohn bekam Spiller während des Studiums. Er wird bald 20. Die beiden Töchter sind 12 und 13 Jahre alt. Spiller hat bereits ein interessantes Berufsleben hinter sich und jetzt mit einer eigenen Praxis in Barßel sogar noch einmal ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen.
Papenburg „ein prägender Lebensabschnitt“
Dass sie auf ihrem Weg bis heute durchgehalten hat, verdankt sie auch ihren Eltern, sagt Christina Spiller. Beide waren Lehrer und wohnen weiterhin in Papenburg. „Die Stadt ist unsere kindliche Heimat. Es war ein prägender Lebensabschnitt“, sagt Spiller. Auch heute noch ist sie gerne im nördlichen Emsland, pflegt außer zur Familie andere Kontakte. Dank positiver Verstärkung durch die Eltern und aus ihrem persönlichen Umfeld schaffte es Spiller durch die harte Facharztausbildung, erinnert sie sich. Diese Zeit sei mit vielen Stunden Arbeit und wenig Schlaf verbunden gewesen.
Sportbegeistert war die ganze Familie. Als Jugendliche stand Christina Spiller bei den Deutschen Meisterschaften im Siebenkampf auf dem Treppchen. Ihr alter Kreisrekord im 100 m Hürden der U20 wurde erst in diesem Jahr geknackt.
Liebe zur Leichtathletik
Spiller hat als Kind die Leichtathletik geliebt. „Mein Wohnzimmer war das Waldstadion“, lächelt die 45-Jährige. Viele Sportler werden Mediziner, weiß die Ärztin. Auch ihr Bruder Jan. Er spielte leidenschaftlich gerne Fußball. Als junger Mann absolvierte er seinen Zivildienst am Marien-Hospital. Dr. Jan Spiller ist heute als Orthopäde in Westerstede tätig.