Leer Ermittlungsstand nach Feuer „Unter den Eichen“
In Leer hat es in diesem Jahr eine Serie von Bränden gegeben. Rund um die Straße „Unter den Eichen“ gab es mehrere Feuer – zuletzt an diesem Dienstag. Was wissen wir über die Vorfälle?
Leer - Wieder brannten Autos: In der Nacht zum 2. Dezember 2025 musste die Feuerwehr Loga gleich zweimal ausrücken. Um 2.07 Uhr ging der erste Alarm ein, es brannte ein Fiat in der Straße „Unter den Eichen“. Zwei Autos in der Nähe konnten in Sicherheit gebracht werden, ein weiteres erlitt einen Sachschaden. Nur kurz darauf, um 3.12 Uhr, kam die nächste Alarmierung: ein VW brannte in der nahegelegenen Bachstraße. Ein Auto in der Nähe wurde nicht beschädigt, weil die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen verhinderte.
Das sagen Polizei und Staatsanwaltschaft zu den aktuellen Bränden
„Zu den Bränden letzte Nacht können wir noch nichts sagen. Die Ermittlungen laufen“, erklärt Polizeisprecherin Svenia Temmen. „Tatsächliche Zeugen, die wirklich sachdienliche Beobachtungen gemacht haben, sind natürlich immer willkommen“, sagt sie. Zeitnah werde auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
„Bezüglich der beiden Brände in der vergangenen Nacht wurden Ermittlungen eingeleitet“, bestätigt Anna Hoormann, Staatsanwältin und Pressesprecherin für die Bezirke Leer und Emden.
Autobrände in der gleichen Gegend
Bereits im Sommer dieses Jahres hat es in der Gegend Autobrände gegeben. Mitte Juni hatte es zwei Brandeinsätze innerhalb kurzer Zeit gegeben. Zunächst hatten zwei große Papiermüllcontainer an der Brahmsstraße, die in einiger Entfernung zueinander standen, unabhängig voneinander gebrannt. Kurz nachdem die Einsatzkräfte wieder eingerückt waren, wurden sie in der selben Nacht erneut in die Brahmsstraße gerufen. Vier Fahrzeuge standen unabhängig voneinander teils in Flammen. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass das Feuer auf weitere parkende Fahrzeuge übergriff.
Zwei Tage später ging es wieder los: Der erste Einsatz für Feuerwehr und Polizei begann in der Brahmsstraße. Dort standen zwei Fahrzeuge laut Feuerwehr beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand. Sie konnten das Feuer zügig unter Kontrolle bringen und löschen. Nur Stunden später standen in der Straße „Unter den Eichen“ zwei Fahrzeuge in Brand.
In diesen Fällen hatte die Polizei nur kurze Zeit später bestätigt, dass Hinweisen auf Brandstiftung nachgegangen werde. „Der Polizei ist die aktuelle Brisanz der Situation natürlich bewusst. Deshalb wird auch mit Hochdruck an der Aufklärung der Taten gearbeitet“, so die Polizeisprecherin im Sommer. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte man aber nichts Genaueres mitteilen.
Feuer in einem Mehrfamilienhaus „Unter den Eichen“
Am 29. August hatte es einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Straße „Unter den Eichen“ gegeben. Es hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Feuer im Mehrfamilienhaus und Autobränden gebe, die sich im Juni 2025 in der Nähe ereignet hatten. Auch die Polizei hatte von den Gerüchten gehört. Einen Zusammenhang konnte man aber seinerzeit nicht bestätigen, man behandle die beiden Fälle neutral, unterstrich ein Polizeisprecher.
Bei dem Feuer waren das Dachgeschoss eines der Mehrfamilienhäuser zerstört worden. Nach Angaben der Polizei ein Siebenjähriger und ein 25-Jähriger verletzt worden. 80 Personen waren in der Nacht aus dem Gefahrenbereich gebracht worden. Besonders das Haus mit der Nummer 24 hatte Schaden genommen. Am Sonntag, 9. November 2025, hat es in einer der nach dem Feuer leerstehenden Wohnungen gebrannt. Am Montag gegen 1 Uhr nachts dann ein Unterstand in der Nähe.
Das sagt die Staatsanwältin zu den vergangenen Bränden – Gibt es einen Zusammenhang?
Zunächst einmal gibt es einen Stand zum Küchenbrand im November: „Das Verfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung, welches auf Grund des Brandes im November eingeleitet wurde, wurde nunmehr nach Paragraf 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt“, so Hoormann. Das heißt: Die für eine Anklageerhebung notwendige Wahrscheinlichkeit, dass ein Beschuldigter den Brand fahrlässig verursachte, ergab sich nach dem Ergebnis der Ermittlungen nicht, erklärt sie weiter. Nach derzeitigen Ermittlungsergebnis stehe der Brand auch nicht „im Zusammenhang mit anderen Bränden in der örtlichen Nähe.“
Die Ermittlungen in den Verfahren um die Autobrände vom 10. Juni 2025, vom 11. Juni 2025 und vom 12. Juni 2025 dauern derzeit noch an, erklärt Hoormann. „Im Hinblick auf den Dachstuhlbrand laufen die Ermittlungen derzeit ebenfalls. Es erfolgen noch Auswertungen und Begutachtungen in Bezug auf die Brandorte und Brandgeschehen.“