Rendsburg  Was tun, wenn das eigene Kind gemobbt wird? Experten geben Eltern Handlungstipps

Ellen Karberg
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Von Ellen Karberg
| 02.12.2025 12:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mobbing kann schwere Folgen für die Betroffenen haben. Foto: Imago/ Shotshop
Mobbing kann schwere Folgen für die Betroffenen haben. Foto: Imago/ Shotshop
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Nachdem er jahrelang gemobbt wurde, nahm sich ein Schüler aus Schleswig-Holstein 2024 das Leben. Experten verraten, woran Eltern erkennen können, dass ihre Kinder gemobbt werden und was sie dagegen unternehmen können.

Wenn Kinder und Jugendliche gemobbt werden, kann ihr Alltag schnell zum Spießrutenlauf werden. Welche fatalen Folgen das haben kann, hat Jennifer Frickenstein aus Westerrönfeld miterleben müssen. Ihr Sohn Luca wurde in der Schule jahrelang gemobbt, nahm daraufhin zunächst stark zu, später konsumierte er Drogen und trank Alkohol. Dabei blieb es aber nicht: Im März 2024 nahm sich der 19-Jährige das Leben.

In den Jahren zuvor hatten Lucas Eltern versucht, ihren Sohn so gut sie konnten zu unterstützen. Als sie bemerkten, dass ihr Kind erst im Kindergarten und dann in der Schule ausgegrenzt wurde, suchten sie das Gespräch mit seinen Lehrern und den Eltern seiner Mitschüler. Außerdem holten sich die Frickensteins den Rät von Ärzten, Psychologen und dem Jugendamt.

Lucas Tod hat eine große Lücke im Leben seiner Familie hinterlassen. Außerdem zeigt er, welche weitreichenden Folgen Mobbing für die Betroffenen haben kann.

Um Kinder und Jugendliche schützen zu können, hat die Aktion Kinder und Jugendschutz Schleswig-Holstein eine Broschüre herausgegeben, in der Tipps zum richtigen Umgang mit Mobbing aufgeführt sind. Darin wird unter anderem geschildert, woran Eltern erkennen können, dass ihr Kind möglicherweise in der Schule schikaniert wird.

Auf folgende Anzeichen sollte geachtet werden:

Wenn das Kind tatsächlich gemobbt wird, sollten die Eltern unter anderem folgende Schritte einleiten:

Davon raten die Experten dringend ab:

Bitte holen Sie sich Hilfe, wenn Sie sich in einer Krise befinden. Anlaufstationen listet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention auf ihrer Website auf. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter den kostenfreien Rufnummern 0800-1110111 und 0800-1110222 erreichbar. Sie können dort anonym und vertraulich über Ihre Sorgen sprechen. Auch der Krisendienst oder psychiatrische Kliniken in Ihrer Nähe bieten schnelle Hilfe. In akuten Notfällen zögern Sie bitte nicht, den Notruf 112 zu wählen.

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