Bekanntes Gebäude Altes Zahnarzthaus in Barßel wird abgerissen
Ein markantes Gebäude in der Barßeler Ortsmitte ist Geschichte: Die frühere Zahnarztpraxis von Dr. Heinrich Meiners wird abgerissen. Damit rückt der geplante Kreuzungsumbau näher.
Barßel – Vielen Barßelern wurde im ehemaligen Haus des Zahnarztes Dr. Heinrich Meiners an der Ecke Lange Straße/Mühleneschstraße einst der Zahn gezogen. So schmerzhaft dies damals gewesen sein mag, so schmerzt es nun viele, dass erneut ein ortsprägendes Gebäude aus der Barßeler Ortsmitte verschwindet. Am gestrigen Montag griff der Bagger zu und machte das Gebäude dem Erdboden gleich.
Zentrale Kreuzung soll umgebaut werden
Das Haus wurde 1936 erbaut und hatte im Laufe der Zeit mehrere Eigentümer. Bevor es vor vielen Jahren zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut wurde, befand sich hier die Zahnarztpraxis von Dr. Heinrich Meiners. Der Abbruch war bereits seit geraumer Zeit beschlossene Sache. Die Gemeinde Barßel hatte das Gebäude vor gut drei Jahren erworben. Hintergrund ist, dass die zentrale Kreuzung in der Ortsmitte aus- und umgebaut werden soll. Immer wieder bilden sich dort lange Staus, Abbiegespuren sollen künftig Abhilfe schaffen.
Besonders angespannt ist die Situation an der engen Kreuzung Lange Straße/Ammerländer Straße. Verkehrszählungen haben ergeben, dass täglich rund 10.000 Fahrzeuge den Knotenpunkt im Herzen Barßels passieren. Seit mehreren Jahren steht die Umgestaltung dieses zentralen Bereichs auf der Agenda der Gemeindepolitik – Flächen wurden gekauft, störende Gebäude aufgekauft und abgerissen. Um die neue Verkehrsführung zu ermöglichen, musste nun auch die ehemalige Zahnarztpraxis weichen.
Zeitweise wurden Flüchtlinge dort untergebracht
Eigentlich war geplant, das Gebäude bereits früher abzubrechen. Aufgrund der Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine, die auch in Barßel aufgenommen wurden, entschied sich die Gemeinde jedoch, den Abriss zunächst zu verschieben. „Ein Teil der ukrainischen Flüchtlinge wurde hier untergebracht“, so die Gemeinde.
Planungen für Umbau der Kreuzung
Wie die Kreuzung letztlich ausgebaut wird, ist noch nicht entschieden. Die Politik hat mehrfach neue Ideen und Bedenken eingebracht. Ein Kreisel scheint jedoch vom Tisch zu sein. Vieles deutet auf eine Abbiegespur zur Ammerländer Straße hin. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist auch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beteiligt. Wie so oft geht es auch um die Kosten des Ausbaus.