Osnabrück Wegen Personalmangel: Freie Wähler Osnabrück-Land treten nicht zur Kommunalwahl an
Personalmangel zwingt die Freie Wähler Osnabrück-Land zum Rückzug von der Kommunalwahl 2026. Stattdessen richtet die Partei den Blick noch weiter in die Zukunft – und hofft auf die Landtagswahl.
Die Freie Wähler Kreisvereinigung Osnabrück-Land wird an der bevorstehenden Kommunalwahl nicht teilnehmen. Das gab die Gruppe am Donnerstag, 20. November, bei ihrer Mitgliederversammlung im Hotel-Restaurant Niemann in Leckermühle bekannt. Grund für den Rückzug seien fehlende personelle Ressourcen.
In einer Pressemitteilung betont der Vorstand, dass die rund 20 ehrenamtlich Aktiven in den vergangenen Jahren stark gefordert waren – besonders durch die kurzfristig angesetzte Bundestagswahl. Im gesamten Stadt- und Landkreis Osnabrück seien etwa 400 Wahlplakate und über 30 Bauzaunbanner aufgestellt worden. Mit den Ergebnissen der Kandidaten Sascha Wahnschaffe (Melle) und Andreas Möller (Bissendorf) habe die kleine Partei beachtliche Ergebnisse erzielt. Bei den Erststimmen holten die Freien Wähler 1,8 Prozent, bei den Zweitstimmen waren es 0,5 Prozent. Die Partei scheiterte damit an der Fünf-Prozent-Hürde.
Statt auf die kommende Kommunalwahl 2026, wolle man sich nun auf die Landtagswahl 2027 konzentrieren. Für die Kommunalwahl fehle derzeit die Basis: „Eine Beteiligung an der jetzt bevorstehenden Kommunalwahl kann sich die Freie Wähler KVG Osnabrück-Land derzeit nicht vorstellen“, heißt es in der Mitteilung. Dafür fehlten der Partei schlichtweg genügend aktive Unterstützer – und Kandidaten.
Daher wollen die Freien Wähler gezielt Menschen ansprechen, die sich kommunalpolitisch engagieren wollen – auch ehemalige Mitglieder anderer Parteien. „Die Mitwirkung neuer, erfahrener Mitglieder oder besser noch Politiker wäre zum jetzigen Zeitpunkt die einzig denkbare Option, doch noch Kandidaten für den Kommunalwahlkampf aufzustellen“, so die Kreisvereinigung.
Bei den ebenfalls auf der Mitgliederversammlung durchgeführten Vorstandswahlen wurden Sascha Wahnschaffe als Vorsitzender, Fritz Rupenkamp als Stellvertreter, Gerd Klöcker als Schriftführer und Hartmut Glüsenkamp als Beisitzer in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand kamen Ingrid Helling und Martin Schmidt (Beisitzer), Wilhelm Nordmann (Kassenwart) und Sonja Hörsemann (Kassenprüferin). Lukas Pfeiffer wurde bereits im Sommer zum Social-Media-Beauftragten ernannt.