Osnabrück „Für meine Heimatstadt“: So begründet Pötter ihre erneute Kandidatur um das OB-Amt in Osnabrück
Katharina Pötter (CDU) bewirbt sich um eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeisterin von Osnabrück. Der CDU-Vorstand hat sie am Montagabend einstimmig nominiert und sagt: Sie lenke die Stadt mit „Durchsetzungskraft“ und „Herz“.
Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung gewesen: Der Kreisvorstand der CDU Osnabrück-Stadt hat Katharina Pötter in seiner Sitzung am Montag einstimmig für eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeisterin nominiert. Die CDU sehe in ihr „die richtige Persönlichkeit, um Osnabrück in anspruchsvollen Zeiten weiter klar, zuverlässig und mit Blick nach vorn zu führen“, heißt es in einer Mitteilung der Partei.
Katharina Pötter steht seit 2021 an der Spitze der Stadt. Dass sie gern weitermachen würde, ließ sie öffentlich nur ein Mal durchklingen – als der Landtag im Februar 2025 die Amtszeiten der Hauptverwaltungsbeamten von fünf auf acht Jahre verlängerte. Diese Entscheidung kommentierte sie damals in einem Gespräch mit unserer Redaktion mit den Worten: Sie begrüße die Verlängerung „sehr“, die fünf Jahre seien angesichts der großen Herausforderungen „doch verdammt kurz“. Das lässt sich als Botschaft verstehen: Ich bin noch nicht fertig.
Der CDU-Vorstand zählt in der Mitteilung auf, welche Weichen die 46-Jährige in ihrer ersten Amtszeit gestellt hat. Sie habe „Leuchtturmprojekte“ wie das Lok-Viertel und die Johannishöfe entscheidend vorangebracht und die Bebauungspläne zur Beschlussreife geführt. Auch in der Bildungs- und Betreuungspolitik habe Katharina Pötter Maßstäbe gesetzt – etwa mit der flächendeckenden Einführung der Ganztagsbetreuung in allen Grundschulen zwei Jahre vor der vom Bund festgesetzten Frist 2026.
Pötter stehe für einen „deutlich spürbaren Ausbau des Radverkehrs und einen Weg des Ausgleichs, ohne den Autoverkehr auszugrenzen“. Mit der gemeinsamen Initiative von Stadt und Landkreis zur Gründung einer privaten Medizinischen Hochschule in Osnabrück habe Katharina Pötter zudem ein Projekt auf den Weg gebracht, das für die langfristige Gesundheitsversorgung der Region von herausragender Bedeutung sein werde.
Ihr Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit habe insbesondere im Umfeld der Johannisstraße sichtbare Verbesserungen gebracht. Wichtige Impulse habe sie bei der Digitalisierung der Verwaltung und beim flächendeckenden Glasfaserausbau.
„Katharina Pötter hat Osnabrück in herausfordernden Zeiten mit Klarheit, Durchsetzungsstärke und Herz geführt“, wird die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Verena Kämmerling in der Mitteilung zitiert. „Sie steht für eine verlässliche und ergebnisorientierte Politik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt.“
Ihr gelinge es, unterschiedliche Positionen der Stadtpolitik zu guten Kompromissen zu bringen, „immer unter der Prämisse, die Stadt Osnabrück bestmöglich aufzustellen“. Der Kreisvorstand unterstütze ihre erneute Kandidatur daher „voll und ganz“.
Katharina Pötter bedankte sich laut Mitteilung für das Vertrauen und kündigte für 2026 einen „fairen und themenorientierten Wahlkampf“ an. Angesichts der schwierigen Lage, in der sich das Land befinde, stehe auch Osnabrück an einem Punkt, an dem Vertrauen, Verlässlichkeit und Ausgleich wichtiger seien denn je.
„Mein Angebot an Osnabrück ist ein Miteinander, das pragmatische Lösungen vor Ideologien stellt. Osnabrück ist meine Heimatstadt, hier lebe ich mit meiner Familie. Ich möchte mich auch weiterhin für unsere Stadt und ihre Menschen einsetzen – mit klarem Blick für das Machbare, mit Entscheidungsfreude und im engen Austausch mit allen Bürgerinnen und Bürgern.“
Die endgültige Entscheidung über Pötters Kandidatur trifft eine Mitgliederversammlung im Frühjahr 2026. Neben Pötter haben bislang Robert Alferink (SPD) und Thomas Groß (Die Linke) ihre Kandidatur angekündigt.