Niedersachsen  Experte gibt wertvolle Tipps zum Online-Banking: So schützen Sie sich vor Betrug

Jolina-Sophie Becker
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Von Jolina-Sophie Becker
| 16.11.2025 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So einfach das Überweisen über die Banking-App geht, so viele mögliche Gefahren lauern auch. Foto: dpa/Monika Skolimowska
So einfach das Überweisen über die Banking-App geht, so viele mögliche Gefahren lauern auch. Foto: dpa/Monika Skolimowska
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Online-Banking macht das Überweisen schnell und einfach. Doch Betrüger nutzen viele Methoden, um sich Kontodaten zu erschleichen. Ein Experte gibt wichtige Tipps, wie man sein Online-Banking-Konto vor solchen Angriffen schützen kann.

Mittels Online-Banking können sich viele den Gang zur Bank sparen. Gerade, wenn es um einfache und schnelle Überweisungen geht. Aber: Betrüger nutzen diese Möglichkeit, um an Kontodaten zu gelangen. Philipp Rehberg, Referent für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Niedersachen, erklärt, wie Kunden ihr Online-Banking-Konto vor solchen Angriffen schützen können.

Ein Tipp des Experten: Das Gerät, auf dem man Online-Banking nutzt, effektiv gegen mögliche Schadsoftwares schützen. Beispielsweise durch Virenprogramme oder indem man sein Betriebssystem auf dem neuesten Stand hält. Deshalb sollten Updates nicht zu lange aufgeschoben werden, wie Rehberg deutlich macht.

Außerdem ist es wichtig, ein starkes Passwort zu verwenden – sofern man es sich selbst aussuchen kann. „Ein Passwort sollte mindestens zwölf Zeichen lang sein, Ziffern und Sonderzeichen sowie keine leicht zu erratenden Bestandteile enthalten“, erklärt Rehberg. Zu letzteren gehören zum Beispiel Namen, zusammenhängende Tastenkombinationen wie „qwertz“ oder Geburtsdaten.

Generell sind Authentifizierungen durch einmal gültige Transaktionsnummern (TAN) wie Push-TAN, App-TAN, Photo-TAN oder Chip-TAN sicher, wie der Experte sagt. Trotzdem könne man sich vor einigen Methoden der Betrüger, wie dem Erschleichen von TANs, PINs oder Passwörtern, kaum schützen. Ein guter Spam-Filter im E-Mail-Postfach helfe zwar, könne aber nicht alle problematischen E-Mails abfangen.

Rehberg stellt aber klar: „Ihre Bank wird Sie nie persönlich nach Passwort, PIN oder TAN fragen. Sie wird Ihnen auch keine Links oder QR-Codes schicken, um auf der Zielseite des Links kontorelevante Aktionen durchzuführen.“ Wenn die Bank Sie kontaktiert, dann meistens, um einen Termin zu vereinbaren. Oder aber, weil Sie sich eigenständig und nicht über einen Link oder QR-Code in App oder Internetbrowser in Ihrem Online-Konto anmelden sollen.

Zudem gebe es eine typische Masche, mit der sich die Betrüger an ihre Opfer wendeten: Eine angeblich erforderliche Bestätigung von Kundendaten, eine Identifikation, um eine angebliche Kontosperre zu verhindern oder eine vermeintliche betrügerische Abbuchung rückgängig zu machen.

Rehberg betont, die Internet-Adresse in der Regel eigenhändig im Browser einzugeben, wenn man sich in sein Online-Konto oder die Internet-Filiale einloggt. „Bestätigen Sie nicht einen aufgrund einer Google-Suche angezeigten Link“, warnt der Experte. Dann steige die Gefahr, Opfer des sogenannten Pharmings zu werden. Solche Links könnten zu gefälschten Websites führen, auf denen man dann unter einem falschen Vorwand aufgefordert werde, Sicherheitsmerkmale preiszugeben.

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