Kalifornien Studie zeigt: Neues Medikament soll Herzinfarkt-Risiko um 36 Prozent senken
Hoffnung für Risikopatienten: Ein neues Cholesterin-Medikament senkt das Herzinfarkt-Risiko um 36 Prozent – selbst bei Patienten, die noch nie einen Herzinfarkt hatten. Und das soll nicht die einzige positive Wirkung des Mittels Repatha sein.
Ein neues Medikament zur Senkung des Cholesterins, namens Repatha, bringt sehr gute Nachrichten für Menschen mit hohem Risiko, Herzerkrankungen zu erleiden. Die Ergebnisse einer groß angelegten Studie zeigen, dass dieses Mittel das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich reduzieren kann.
Die vielversprechenden Daten stammen aus der VESALIUS-CV-Studie, deren Ergebnisse der Hersteller Amgen im November 2025 bei einem US-Ärztekongress vorstellte und in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlichte.
An der Studie nahmen mehr als 12.000 Patienten teil, die entweder unter Arterienverkalkung litten oder Diabetes hatten. Das Medikament Repatha konnte das Risiko für Herzprobleme insgesamt um 25 Prozent senken. Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, wurde laut Studienergebnissen sogar um 36 Prozent reduziert. Dabei hatten die Studienteilnehmer vorher keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten.
Repatha gehört zur Klasse der sogenannten PCSK9-Hemmer. Der Wirkmechanismus zielt auf das Protein PCSK9 ab, das den Spiegel des „schlechten“ Cholesterinwertes (LDL-C) im Blut maßgeblich reguliert. Repatha sei nun das erste Medikament dieser Art, das nachweislich auch dann effektiv hilft, wenn Patienten noch keinen Herzinfarkt hatten.
Forscher der Studie sehen in diesen Daten einen klaren Beweis dafür, dass eine starke Senkung des „schlechten“ Cholesterinwertes (LDL-C) von entscheidender Bedeutung ist, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.