Bei Katholiken in Papenburg  Samstags keine Bestattungen mehr

Christian Belling
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Von Christian Belling
| 04.11.2025 07:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Friedhof St. Antonius in Papenburg. Foto: Christian Belling
Der Friedhof St. Antonius in Papenburg. Foto: Christian Belling
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Gerade erst neu gegründet, lässt die Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Papenburg mit einer Veränderung im Bestattungswesen aufhorchen. Der neue Pfarrer Günter Bültel bittet um Verständnis.

Papenburg - Mitte September ist die Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Papenburg aus den Kirchengemeinden St. Amandus, St. Antonius und St. Michael gegründet worden. Offiziell eingeführt wurde in dem Rahmen auch der neue Pfarrer Günter Bültel, der von Meppen nach Papenburg wechselte. Sechs Wochen später verkündet der Geistliche eine Entscheidung, die die Bestattungen am Samstag betrifft.

In den aktuellen Pfarrbriefen sowie den Internetseiten der Pfarreien St. Antonius, St. Michael und St. Amandus informiert Bültel über ein Treffen zwischen allen pastoralen Mitarbeitern mit Bestattungsbefugnis sowie örtlichen Bestattern aus Papenburg und Umgebung. „Ziel war es, die Abläufe im Zusammenhang mit einer Beerdigung zu organisieren und zu optimieren – von der Todesnachricht bis zum abschließenden Herrichten der Grabstelle“, teilt der Pfarrer mit.

Personelle Engpässe

Seitens der Bestatter sei der Vorschlag aufgekommen, an Samstagen grundsätzlich nicht mehr zu bestatten. Begründet worden sei dies mit einer angespannten Personalsituation bei einer Sechs-Tage-Woche. So kämen Gastronomen zunehmend in Schwierigkeiten, am Samstag den Beerdigungskaffee zu organisieren.

Von Meppen nach Papenburg in die Kirche St. Antonius: Seit dem 1. September ist Günter Bültel Pfarrer der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Papenburg. Foto: Evin Ay
Von Meppen nach Papenburg in die Kirche St. Antonius: Seit dem 1. September ist Günter Bültel Pfarrer der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Papenburg. Foto: Evin Ay

Gleiches gelte für Floristen sowie Totengräber, die zum Teil bis in den Samstagnachmittag hinein mit der Herrichtung des Grabes beschäftigt seien. „Diese Gründe sind für uns als kirchliche Mitarbeiter sehr nachvollziehbar, sodass wir uns diesem Vorschlag gerne anschließen können“, erklärt Bültel.

Bültel bittet um Verständnis

„Natürlich ist mir bewusst, dass eine Beerdigung am Samstag sehr beliebt ist wegen der bequemeren Anfahrtswege oder weil man sich am Samstag keinen Urlaub nehmen muss“, führt der Geistliche weiter aus

Allerdings sei des Einens Vorteil auch der Nachteil vieler Anderer, die mit einer Bestattung beschäftigt sind. „In den Zeiten eines gänzlich anderen Freizeitverhaltens bitte ich Sie um Ihr Verständnis, wenn wir zukünftig grundsätzlich nicht mehr an Samstagen eine Bestattung durchführen“, wendet sich Bültel abschließend an die Gläubigen.

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