Hannover  Grafik zeigt: So teuer ist die Hundesteuer in Städten und Kommunen Niedersachsens

Sophie Handl
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Von Sophie Handl
| 15.10.2025 09:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Während Hundehalter in manchen niedersächsischen Gemeinden nur eine Hundesteuer von 15 Euro im Jahr zahlen müssen, kommen andere um eine Abgabe von 150 Euro nicht herum. Foto: unsplash/Andriyko Podilnyk
Während Hundehalter in manchen niedersächsischen Gemeinden nur eine Hundesteuer von 15 Euro im Jahr zahlen müssen, kommen andere um eine Abgabe von 150 Euro nicht herum. Foto: unsplash/Andriyko Podilnyk
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Die Höhe der Hundesteuer ist nicht einheitlich geregelt, die Kommunen dürfen selbst bestimmen, wie viel sie verlangen. Wo in Niedersachsen die Hundesteuer am teuersten und am günstigsten ist, zeigt unsere Grafik.

Wer einen Hund hält, muss Hundesteuer zahlen. Die Höhe der Abgabe ist aber nicht landes- oder bundesweit einheitlich. Erhoben wird die Hundesteuer von den Kommunen und Städten. Sie legen auch die Höhe und Gestaltung der Steuer fest.

Diese interaktive Grafik zeigt, wie hoch die Hundesteuer in den einzelnen Kommunen Niedersachsens ist – jeweils für den ersten bis dritten Hund.

Im Durchschnitt bezahlen Bürger in Niedersachsen jährlich 52 Euro Hundesteuer für die Haltung eines Hundes. Das hat der Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt) errechnet. Der Unterschied zwischen den Kommunen ist aber groß und beträgt teilweise mehr als 140 Euro.

Am günstigsten ist die Hundesteuer in der Samtgemeinde Schüttdorf (Landkreis Grafschaft Bentheim und in Lindern (Landkreis Cloppenburg). 29 Kommunen in Niedersachsen verlangen 20 Euro oder weniger als Hundesteuer.

Am höchsten ist die Hundesteuer in Seelze (Landkreis Region Hannover) mit 158 Euro, in der Stadt Hannover und in Hildesheim mit 150 Euro.

Wie die Ergebnisse des BdSt zeigen, sind „gefährliche“ Hunde in 763 der niedersächsischen Gemeinden teurer. Im niedersächsischen Schnitt fallen für gefährliche Hunde 420 Euro im Jahr an.

Generell ist in Niedersachsen für die Haltung gefährlicher Hunde die Erlaubnis der Behörden erforderlich. Eine einheitliche Liste für gefährliche Hunde gibt es jedoch nicht.

Höhere Steuersätze für Zweit- und Dritthunde werden in den meisten Gemeinden Niedersachsens fällig. Nur in 27 Kommunen kostet der zweite und dritte Hund genauso viel wie der erste. Die durchschnittliche Hundesteuer für zwei Hunde liegt bei 135 Euro, bei drei Hunden beträgt sie 251 Euro.

In vielen Kommunen gibt es Ermäßigungen für bestimmte Hunde, manche werden sogar komplett von der Hundesteuer befreit. Auch das ist nicht einheitlich geregelt. Ermäßigungen gibt es in vielen Kommunen für diese Hunde:

Jegliche Ausgaben einer Gemeinde können mit den Einnahmen durch die Hundesteuer gedeckt werden – da die Einnahmen nicht zweckgebunden sind.

Ein großer Teil der Einnahmen lässt sich damit aber nicht abdecken. 2023 entsprach die Hundesteuer 0,39 Prozent des gesamten kommunalen Steueraufkommens, so der BdSt.

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