Neue Fakes  Wieder sind in Hesel gefälschte Schreiben im Umlauf

Jasmin Oltmanns
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Von Jasmin Oltmanns
| 14.10.2025 15:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nicht das erste Mal warnt die Samtgemeinde Hesel vor gefälschten Schreiben. Symbolfoto: Murat/dpa
Nicht das erste Mal warnt die Samtgemeinde Hesel vor gefälschten Schreiben. Symbolfoto: Murat/dpa
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Nach gefälschten Hetzbriefen und Spritgeldversprechungen erhalten Heseler wieder falsche Schreiben. Dieses Mal von einer Inkasso-Firma, die angeblich mit der „Stadt Hesel“ zusammenarbeitet.

Hesel - Die Samtgemeinde Hesel warnt auf ihrer Webseite vor einem aktuell kursierenden Schreiben, das angeblich von einer Inkasso-Firma stammt. Diese gibt vor, eine Vereinbarung mit der „Stadt Hesel“ zu haben und fordert die Empfänger auf, persönliche Angaben zu machen.

„Sollten Sie ein derartiges Schreiben per E-Mail oder in anderer Form erhalten, handelt es sich um eine Fälschung“, heißt es in einer Mitteilung vom 10. Oktober 2025 der Samtgemeinde. Die Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebeten, verdächtige Post sorgfältig zu prüfen und sich im Zweifel direkt an die Verwaltung zu wenden.

Mehrfach Fälschungen im Namen der Verwaltung

Es ist nicht das erste Mal, dass in Hesel gefälschte Schreiben verschickt werden. Als die Hauptstraße 2024 wegen Bauarbeiten gesperrt wurde, versprach ein Brief eine Spritkostenpauschale. Die Unterschrift von Ersten Samtgemeinderat Joachim Duin wurde dreist gefälscht.

Während die Hauptstraße in Hesel gesperrt war, bekamen Heseler ein Schreiben. Das war angeblich von der Gemeinde und versprach Kostenerstattung. Foto: privat/Archiv
Während die Hauptstraße in Hesel gesperrt war, bekamen Heseler ein Schreiben. Das war angeblich von der Gemeinde und versprach Kostenerstattung. Foto: privat/Archiv

„Im vorliegenden Fall könnten die Straftatbestände der Urkundenfälschung und der Amtsanmaßung vorliegen“, hieß es damals von der Polizei. Als Strafe seien jeweils Geld- oder auch Freiheitsstrafe möglich. Dabei sind bei Urkundenfälschung bis zu fünf Jahre, bei Amtsanmaßung bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe festgeschrieben.

Rechtsextremistische Drohbriefe

Im Frühjahr 2025 hatte ein Unbekannter im Namen Duins Drohbriefe mit rechtsextremen und volksverhetzenden Inhalten an zahlreiche Menschen in Ostfriesland verschickt. Die Empfänger wurden darin massiv beleidigt und bedroht. Besonders perfide: Als Absender war nicht nur der Name, sondern auch die Privatadresse von Joachim Duin angegeben.

Einige dieser Briefe waren allerdings nicht zustellbar, weshalb sie an den vermeintlichen Absender Duin zurückgeschickt wurden. Der berichtete damals auch von einem weiteren Fall. Ein Jahr zuvor sei schon einmal ein Brief an „Antifa in Frankfurt“ als unzustellbar im Rathaus angekommen. Im Fall der rechtsextremen Drohbriefe, die im Namen von Joachim Duin verschickt wurden, hat der Staatsschutz die Untersuchungen übernommen.

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