Osnabrück  Landratswahl: CDU im Osnabrücker Land will ihren Kandidaten in Urwahl bestimmen

Marcus Alwes
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Von Marcus Alwes
| 13.10.2025 14:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Christdemokraten wollen ihren Bewerber zur Landratswahl 2026 noch Anfang Dezember nominieren. Foto: Marcus Alwes
Die Christdemokraten wollen ihren Bewerber zur Landratswahl 2026 noch Anfang Dezember nominieren. Foto: Marcus Alwes
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Wer geht für die CDU im Osnabrücker Land bei der Landratswahl 2026 ins Rennen? Noch haben die Christdemokraten keinen Kandidatennamen verkündet. Doch eine erste Spur führt offenbar über Georgsmarienhütte nach Hannover.

Gesucht wird der Gegenkandidat von Landrätin Anna Kebschull. Wer tritt bei der nächsten Kommunalwahl im September 2026 für die CDU als Herausforderer gegen die Amtsinhaberin an? Die Union im Landkreis Osnabrück ist nach Informationen unserer Redaktion bei der Kandidatenfindung auf die Zielgerade eingebogen. Verschiedene Gremien beraten sich in diesen Tagen.

Die endgültige Entscheidung treffen die Parteimitglieder dann am 3. Dezember – in einer Urwahl. Bis zu jener Versammlung kann theoretisch noch jeder Interessierte seinen Hut in den CDU-internen Ring werfen.

Eine aktuelle Übersicht der bisherigen Kandidatennamen wird der Kreisvorsitzende der Christdemokraten, Christian Calderone, wohl erst am 27. Oktober veröffentlichen. Dann tagt der erweiterte Vorstand. Er wird unter anderem den Bericht der Kandidatenfindungskommission entgegennehmen. Diese setzt sich aus Calderone (Quakenbrück) sowie den Kommunalpolitikern André Berghegger (Melle), Marcus Unger (Bohmte) und Johannes Eichholz (Bad Laer) zusammen.

Welchen Personalvorschlag wird die Kommission zur Landratswahl machen? Und, wer fährt aktuell auf dem CDU-Kandidatenkarussell mit? In der Gerüchteküche rund um das Kreishaus am Schölerberg in Osnabrück sowie die regionale Parteigeschäftsstelle der Union in Wallenhorst hält sich seit mehreren Wochen vor allem ein Name hartnäckig – der von Thomas Spieker.

Der 56-Jährige hat seine Wurzeln in Georgsmarienhütte, lebt momentan jedoch in Gehrden im Umland von Hannover. Spieker ist Ministerialrat im niedersächsischen Sozialministerium, Referat Arbeits- und Beschäftigungsförderung. Zuvor war er längere Zeit Leiter der Pressestelle der Behörde, aber auch mehrere Jahre Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen.

Eine offizielle Bestätigung für eine Kandidatur von Spieker gibt es bisher nicht. Der Kreisvorsitzende Calderone schweigt dazu in der Öffentlichkeit. Ebenfalls verrät er noch nicht, wie viele Bewerber insgesamt noch im Rennen um die CDU-Landratskandidatur sind. Zuletzt hatte Calderone gegenüber unserer Redaktion von einem inzwischen deutlich verkleinerten Kandidatenkreis gesprochen.

Letztgenanntem gehören auf jeden Fall nicht mehr André Berghegger und Tobias Avermann an. Der Jurist aus Melle ist unlängst erst als Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Städte- und Gemeindebund in Berlin eingestiegen. Avermann – bislang Bürgermeister in Bad Laer – wird in 2026 als Rathauschef in der Stadt Georgsmarienhütte kandidieren.

Zeigen muss sich übrigens auch, ob die Bürger im Landkreis Osnabrück im kommenden Spätsommer zwischen mehr als nur zwei Landratskandidaten wählen können. Finden auch SPD, Wählergemeinschaften, FDP, Die Linke und AfD noch eigene Bewerber und stellen diese auf? Falls nicht, dürfte sich die eine oder andere Partei – nach wahrscheinlich intensiven Verhandlungen – bei Amtsinhaberin Anna Kebschull (Grüne, Bad Rothenfelde) oder dem CDU-Kandidaten unterhaken.

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