Schulabschluss in Rhauderfehn  Abiturjahrgang sammelt mit kreativen Aktionen für den Abiball

| | 27.09.2025 17:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 6 Minuten
Viel los war beim Fußballturnier des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums Rhauderfehn. Foto: Madita Janßen
Viel los war beim Fußballturnier des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums Rhauderfehn. Foto: Madita Janßen
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Mit Events und viel Engagement will der Abiturjahrgang des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums die Kosten für den Abiball senken. Wie die Schülerinnen und Schüler vorgehen und was noch alles geplant ist.

Rhauderfehn - Der Abiball sollte für jeden Abiturjahrgang etwas ganz Besonderes sein. Komitees, die planen, Zahlen, die überschlagen werden, und doch stellt man fest: Alles ist wirklich sehr teuer geworden. Egal ob Location, Essen, Getränke, Deko oder ein DJ, der für die richtige Stimmung und Musik sorgt – das alles sind Ausgaben, die sich schnell summieren. Um die Ausgaben für die Schülerinnen und Schüler möglichst gering zu halten, werden immer wieder kleine Aktionen organisiert. So wollen sie Geld für den gemeinsamen Jahrgangsabschluss sammeln. Beim Abiturjahrgang des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums (AWG) Rhauderfehn sind die Aktionen aber gar nicht mehr so klein. Regelmäßig organisieren sie große Events, um Geld für ihre Abikasse zu sammeln. So auch am Freitag, 19. September 2025.

Das Fußballturnier fand bei bestem Wetter statt. Foto: Madita Janßen
Das Fußballturnier fand bei bestem Wetter statt. Foto: Madita Janßen

Das Fußballturnier

Die circa 60 Mitglieder des Abiturjahrgangs 2026 des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums organisierten gemeinsam ein Fußballturnier – erstmals sogar mit Teilnahme anderer Abiturjahrgänge von anderen Schulen. Das Fußballturnier fand auf der Anlage des TuRa 07 Westrhauderfehn statt. Hier spielten die Abiturienten des Teletta-Groß-Gymnasiums Leer (TGG), des Ubbo-Emmius-Gymnasiums Leer (UEG), der Berufsbildenden Schulen I Leer (BBS I) und natürlich des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums (AWG) untereinander einen Sieger aus. Die Organisation des Ganzen hat ungefähr zwei Monate gebraucht, und die Jungen des Jahrgangs hätten sich dafür „richtig reingehängt“, erklärt Maja Duwe, Abiturientin des AWG und Mitglied im Hauptkomitee. Aufgeteilt sind sie zuerst in das Hauptkomitee, „auf die alle hören“, so Abiturientin Anastasia Tschernysch. Es gibt jedoch noch weitere Komitees für die sozialen Netzwerke, den Abiball, den Abihoodie, das Abibuch und die Aktionen.

Svea Oltmanns (links) und Maja Duwe (rechts) aus dem Hauptkomitee während ihrer Aufgabe beim Parkplatzeinweisen vor dem Turnier. Foto: Madita Janßen
Svea Oltmanns (links) und Maja Duwe (rechts) aus dem Hauptkomitee während ihrer Aufgabe beim Parkplatzeinweisen vor dem Turnier. Foto: Madita Janßen

Das Team für soziale Netzwerke des Jahrgangs macht einen so guten Job, dass sie mit ihren Beiträgen regelmäßig mehrere Zehntausend Menschen erreichen und einmal sogar die Eine-Millionen-Grenze knackten. Aufgrund dessen konnten die Mitglieder des Komitees kaum einschätzen, wie viele Menschen wohl auf dem Fußballturnier erwartet werden. So kümmerten sie sich sogar um die Einweisung der Parkplätze, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Und manchmal kommt es trotz der guten Planung eben doch zu einigen Problemen.

Herausforderungen und Zusammenhalt des Jahrgangs

Anastasia Tschernysch erklärt, dass es leider oft viele Verbote und Regelungen gibt, die alles etwas schwieriger machen. Auch durch die starke Präsenz auf den Plattformen Instagram und TikTok mussten sie nun auch für das Fußballturnier noch einmal umplanen. Würden die gekauften Getränke wohl reichen? Aber auch hier gab es eine Lösung. Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs haben nämlich gute Verbindungen, so zum Beispiel auch zum Markant-Markt. Dort konnten sie spontan noch Getränke auf Kommission kaufen, um für einen möglichen Ansturm auf dem Turnier vorbereitet zu sein. „Es halten eben alle zusammen“, erzählt Maja Duwe. Auch dann, wenn es mal „kommunikative Schwierigkeiten“ gibt oder die „Planung für das nächste Event holprig“ ist. Die Abiturientin Anastasia Tschernysch erzählt außerdem, dass alle Konflikte, die es vielleicht doch mal im Jahrgang gibt, für die Planungen beiseitegelegt werden. Dafür wird sich dann ab und zu auch in einen gemeinsamen Kreis gestellt und aufgezählt, was es eigentlich alles Positives schon gab und was sie schon gemeinsam geschafft haben.

Anastasia Tschernysch schaut sich in einer Organisationspause ein Fußballspiel des Turniers an. Foto: Madita Janßen
Anastasia Tschernysch schaut sich in einer Organisationspause ein Fußballspiel des Turniers an. Foto: Madita Janßen

Neben dem Schulstress mit Abiturprüfungen oder den Klausurenphasen ist es gar nicht so leicht, die Organisation für die Aktionen noch mit unter einen Hut zu bringen. Da aber „alle Bock haben, etwas auf die Beine zu stellen“, so Maja Duwe, sei das ganze vom Stresslevel „echt okay“. Es haben immerhin alle Spaß an der Sache, und da ist es dann auch mal in Ordnung, wenn „noch ein Nachmittag zum Telefonieren draufgeht“. Selbst wenn „es sehr stressig in den Pausen“ wird, berichtet Svea Oltmanns. Sie ist ebenfalls Mitglied im Hauptkomitee. Sie alle verfolgen dasselbe Ziel: Einen schönen Abiball zu haben. Im Idealfall soll es so laufen, dass keiner des Jahrgangs ein Ticket kaufen muss und die Ticketkosten für Familie und Freunde möglichst gering ausfallen.

Die Familien, Schüler der unteren Klassenstufen und auch Freunde der Abiturienten reagieren auf ihre großen Aktionen „durchweg positiv“. Selbst die „Lehrer unterstützen fleißig“, erklärt Maja Duwe stolz. Alle freuen sich immer sehr, wenn eine neue Aktion angekündigt wird. Abiturientin Svea Oltmanns berichtet: „Die Leute kommen auch, wenn man sie einlädt.“ Ein weiterer entscheidender Aspekt ist, dass auch der 12. Jahrgang des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums gern Unterstützung anbietet. Gegenseitig machen sie in den sozialen Netzwerken Werbung für die Veranstaltungen des jeweils anderen Jahrgangs, um so eine noch größere Reichweite zu erlangen.

Während des Turniers wurden Getränke, Bratwurst, Pommes und Crêpes verkauft. Foto: Madita Janßen
Während des Turniers wurden Getränke, Bratwurst, Pommes und Crêpes verkauft. Foto: Madita Janßen

Das ist noch geplant

Für die Zukunft stehen auch noch mehr Aktionen auf dem Plan der Schülerinnen und Schüler. Seit rund drei Monaten planen sie „Halloween im Maislabyrinth“. Dieses Event findet am 4. Oktober 2025 im Maislabyrinth in Klostermoor statt (Reinekestraße 16, 26817 Rhauderfehn). Der Eintritt hier kostet 2,50€. Das Labyrinth ist von 16 bis 18 Uhr für Kinder geöffnet, und von 19 bis 22 Uhr ist ein Extra-Gruselfaktor angekündigt. Vor Ort wird neben Essen und Trinken wie Bratwurst, Waffeln, Kinderpunsch und Glühwein auch ein Kinderschminken angeboten.

Des Weiteren plant der Abiturjahrgang des AWG gerade einen Bingo-Abend, eine Aktion auf dem Weihnachtsbasar und einige Abi-Partys in zum Beispiel den Diskotheken Tange in Apen, Fetenscheune in Leer und Limit in Ihrhove. Wie viel sie davon wirklich durchziehen, sei aber davon abhängig, wie viel Geld sie noch bräuchten, erklärt Anastasia Tschernysch. Denn bisher sähe es schon echt gut aus.

Maya Albadr (links) und Lilly Rülander verkaufen Getränke für die Abikasse des Abi Jahrgangs am Albrecht-Weinberg-Gymnasium. Foto: Madita Janßen
Maya Albadr (links) und Lilly Rülander verkaufen Getränke für die Abikasse des Abi Jahrgangs am Albrecht-Weinberg-Gymnasium. Foto: Madita Janßen

Wichtige Ratschläge für weitere Abiturienten

Den künftigen Abiturienten raten die drei, dass sich jede Veranstaltung immer lohnt und wirklich jede Idee irgendwie immer umsetzbar ist. Außerdem würde sich so ein ganz neuer Zusammenhalt entwickeln. Am wichtigsten sei jedoch, dass man früh genug anfängt zu planen und den oberen Jahrgang zu unterstützen. Es gilt, alles wird abgesprochen, merkt Svea Oltmanns an, und es müssen immer Quittungen von allem mitgebracht werden, damit auch jeder das Geld wiederbekommt, welches ihm zusteht. So könne man mit etwas zusätzlichem Vertrauen aktiv Probleme und Streitereien vermeiden.

Für alle, die den Jahrgang bei ihren weiteren Projekten unterstützen wollen, gilt: Gern auf die Veranstaltungen kommen und in den sozialen Netzwerken vorbeischauen und aktiv sein. Außerdem darf auch gern gespendet werden.

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