Frankfurt  KI-Einsatz in deutschen Unternehmen verdoppelt: Geht doch!

Mischa Ehrhardt
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Von Mischa Ehrhardt
| 16.09.2025 05:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei der Planung, in der Produktion, oder im Lager – KI wird in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Foto: IMAGO/Westend61
Bei der Planung, in der Produktion, oder im Lager – KI wird in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Foto: IMAGO/Westend61
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Die KI ist eine zentrale Zukunftstechnologie – und in der hiesigen Wirtschaft zunehmend schon jetzt im Einsatz. Das wird auch höchste Zeit. Ein Überblick über die jüngsten Fortschritte, die hoffen lassen.

Im Bereich von Systemen Künstlicher Intelligenz bewegt sich Einiges: Vor ein paar Tagen ist im Forschungszentrum in Jülich ein Supercomputer an den Start gegangen. Er rangiert unter den vier schnellsten Rechnern der Welt und soll auch den Fortgang von KI-Systemen beschleunigen.

In der vergangenen Woche hat der niederländische Chipausrüster ASML angekündigt, 1,3 Milliarden Euro in das französische KI-Startup Mistral zu stecken. Der Einstieg ist bemerkenswert, weil mit ASML ein Schlüsselunternehmen der Halbleiterindustrie den Aufbau einer europäischen Alternative im KI-Markt vorantreibt.

Aleph Alpha aus Heidelberg ist ein weiteres Beispiel für ein KI-Start-up, das vor zwei Jahren von etablierten Unternehmen knapp eine halbe Milliarde Euro an Investorengeldern einsammeln konnte.

Dennoch sind die Europäischen Vorreiter klein im Vergleich zu den Pionieren in den USA. Während Mistral mit fast zwölf Milliarden Euro bewertet wird, bringt es ChatGPT-Mutter OpenAI nach letzten Finanzierungsrunden auf einen rechnerischen Wert von mindestens 300 Milliarden Dollar.

Das liegt auch daran, dass unter US-Investoren die Kultur stärker verbreitet ist, Risikokapital an junge Unternehmen zu vergeben. Damit die Milliardeninvestitionen sich irgendwann auch auszahlen, müssen KI-Anwendungen den Weg in Alltag und Unternehmen finden. Und hier meldet nun der Digitalverband Bitkom Fortschritte: Mehr als ein Drittel der Unternehmen hierzulande geben an, KI zu nutzen, womit sich der Einsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat. Denn viele der Anwendungen helfen schlicht, die Produktivität zu steigern.

Das zeigt, dass KI kein einmaliger Hype oder ein Strohfeuer ist. Womöglich, sollten die politisch Verantwortlichen deswegen Weichen stellen, damit Deutschland und Europa mehr als nur die Schlusslichter des Zuges sehen, der gerade Geschwindigkeit aufnimmt.

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