Ende der Freibadsaison Friesenbad Weener kratzt an der 75.000er-Marke
An diesem Samstag ging die Freibadsaison im Friesenbad Weener zu Ende. Die 75.000er-Besucher-Marke wurde zwar nicht geknackt, die Aussichten fürs kommende Jahr sehen dafür aber vielversprechend aus.
Weener - Fliegender Wechsel für Schwimmbadfans im Rheiderland: Am Samstag, 13. September 2025, konnten Schwimmer ein letztes Mal ihre Bahnen im Friesenbad Weener ziehen. Jetzt beginnt die Hallenbadsaison im Mölenlandbad in Bunde. Als am Sonnabend um 18 Uhr der letzte Badegast durch die Drehtür gegangen war, endete die Freibadsaison 2025 in Weener. Und das mit einem überaus positiven Fazit. Das Friesenbad verzeichnet eine Steigerung der Besucherzahlen der vergangenen beiden Jahre.
„Die 75.000-Besucher-Marke wurde nur knapp verfehlt“, sagte Hermann Welp, Geschäftsführer der Friesenbad Weener GmbH. „Mit dem Ergebnis von 74.434 Badegästen sind wir trotzdem super zufrieden“, betont Markus Bakker, Betriebsleiter des Friesenbads und Geschäftsführer der Hafen und Tourismus GmbH. Fest steht damit: Die Saison 2025 ist deutlich besser gelaufen als in den beiden Vorjahren. 2023 wurden 72.656 Besucher gezählt, im vergangenen Jahr waren es 70.547, berichtet Welp nach einem Blick in die Statistik.
Besucheransturm zum Sommerferienende
Nach den Worten des Betriebsleiters habe es mit Blick auf die Besucherzahlen eine ähnliche Tendenz wie in den Vorjahren gegeben. „Wie in den zurückliegenden beiden Jahren war das Wetter in den Sommerferien zunächst nicht so gut.“ Das habe man an den Besucherzahlen gespürt. Als kurz vor dem Ende der Sommerferien die Schönwetter-Phase einsetzte, kamen die Badegäste in Scharen ins Freibad.
Man war von einer Freigabe der Friesenbrücke für Fußgänger und Fahrradfahrer im Frühjahr ausgegangen. „Wir hatten daher mit einem Plus an Badegästen aus Westoverledingen gerechnet.“ Doch die Brücke wurde für Fußgänger und Radfahrer erst in diesem Monat freigegeben und das auch noch mit großen zeitlichen Einschränkungen. Der erhoffte Anstieg der Besucherzahlen vom anderen Emsufer blieb somit aus. „Wir hoffen, dass wir die Zahlen 2026 steigern können, wenn die Friesenbrücke endgültig freigegeben wird“, sagt Markus Bakker. Sein Kollege Hermann Welp geht davon aus, dass „die Besucherzahlen dann wieder in Richtung 80.000 gehen“.
Viele Schwimmer aus Stadt und Landkreis Leer
Allerdings habe das Friesenbad in Weener als einzig verbliebenes Freibad im Landkreis Leer nach den Worten von Markus Bakker auch viele Besucher aus der Stadt und dem Kreis Leer. Besucher kämen aber auch aus dem Emsland und den Niederlanden. „Als es in Leer wegen des Plytje-Neubaus kein Schwimmbad gab, sind viele zu uns ausgewichen“, erzählt Hermann Welp. Viele dieser Gäste hätten das Freibad liebgewonnen und ihm die Treue gehalten. „Es gibt viele Badegäste, die das Schwimmen unter freiem Himmel dem Hallenbadbesuch vorziehen.“
Positiv habe sich laut Welp auch die Photovoltaikanlage auf den Dachflächen entwickelt. „Im April ist die Anlage in Betrieb gegangen und die prognostizierten Erwartungen sind sogar übertroffen worden“, sagt der Friesenbad-Geschäftsführer. Man habe gehofft, bei den Stromkosten 20 bis 25 Prozent sparen zu können. „Inzwischen geht die Entwicklung eher in Richtung 30 Prozent“, freut sich Welp.