Helfer  THW in Leer bekommt endlich gute Nachrichten aus Berlin

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 06.09.2025 13:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mitglieder des THW aus Leer unterstützten beispielsweise Weihnachten 2023/2024 gemeinsam mit anderen Einsatzkräften die Hochwasserlage in Oldenburg. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Mitglieder des THW aus Leer unterstützten beispielsweise Weihnachten 2023/2024 gemeinsam mit anderen Einsatzkräften die Hochwasserlage in Oldenburg. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Das Technische Hilfswerk (THW) Leer hat endlich gute Nachrichten aus Berlin bekommen. Der dringend nötige Neubau scheint in greifbarer Nähe.

Leer - Wenn Not am Mann ist, sind sie da – Das Technische Hilfswerk (THW) Leer ist regelmäßig bei Einsätzen vor Ort. Von Feuer bis Flut: Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisten Zivil- und Katastrophenschutz. Aber auch sie brauchen etwas und das schon seit Längerem: Einen Neubau. Darauf hat Ortsbeauftragter Stefan Sandstede schon seit Jahren hingewiesen und an die Politik appelliert. Vertreter verschiedener Parteien waren in den vergangenen Jahren bereits vor Ort. Seit Jahren ist die Notlage der Ehrenamtlichen ein Thema. Es hakt bei den Sanitäreinrichtungen, ein Fahrzeug musste seit 2012 draußen stehen, hatte Sandstede dieser Redaktion schon bei einem Besuch 2023 geschildert.

THW-Ortsbeauftragter Stefan Sandstede. Foto: privat
THW-Ortsbeauftragter Stefan Sandstede. Foto: privat

Der Neubau flog dennoch zwischenzeitlich immer wieder von der Liste der Projekte, die angegangen werden. Nun kamen gute Nachrichten aus Berlin: Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk mitteilt, gebe es Geld vom Bund und endlich grünes Licht für den Neubau.

Anerkennung für die Ehrenamtlichen – Katastrophenschutz wichtiger

So habe der Haushaltsausschuss des Bundestags in seiner Bereinigungssitzung am Donnerstag, 4. September 2025, „eine massive Stärkung für den ehrenamtlich getragenen Zivil- und Katastrophenschutz“ beschlossen. Dem THW würden vom Bund zusätzlich mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt, um die Situation im Bereich der THW-Liegenschaften „in den kommenden Jahren“ zu verbessern.

Die zusätzlichen Mittel würden das THW-Bauprogramm mit Neubau-Vorhaben für insgesamt rund 30 Ortsverbände anschieben. „Darunter ist auch endlich der Neubau in Leer, um den seit Jahren gerungen wird“, so Troff-Schaffarzyk. Die Helferinnen und Helfer des THW in Leer in der Region und weit darüber hinaus leisteten wertvolle Arbeit und verdienten die beste Ausrüstung und Infrastruktur als Anerkennung. Der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz werde in den kommenden Jahren außerdem deutlich an Relevanz gewinnen.

Beim Hochwasser Weihnachten 2023/2024 kam die Sandsackfüllmaschine zum Einsatz. Foto: Stefan Sandstede
Beim Hochwasser Weihnachten 2023/2024 kam die Sandsackfüllmaschine zum Einsatz. Foto: Stefan Sandstede

Das sagt das THW

„Damit werden wichtige Weichen in Richtung Zivilschutzfähigkeit des THW gestellt“, sagt Ortsbeauftragter Stefan Sandstede. Die knappe Milliarde, die für dringend notwendige Neubauten eingeplant worden seien, bedeute, „dass der Neubau des THW Ortsverbandes Leer in der Zinnstraße nun endlich abschließend finanziert ist und gebaut werden kann.“ Auch weitere Finanzmittel für neue Fahrzeuge und neue Digitalfunkgeräte seien eingeplant und würden den Ortsverband Leer in den kommenden Jahren stärken, um die angestrebte Zivilschutzfähigkeit bis 2030 zu erreichen. Das THW habe seinen Bedarf genau ermittelt und dem Bundesinnenministerium mitgeteilt. „Mit diesem Haushalt wird der erste große Schritt in die richtige Richtung unternommen.“ Man sei der Bundesregierung und den Mitgliedern des Haushaltausschusses dankbar für diesen Vertrauensbeweis.

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