Bremen  Aktuelle Bauarbeiten an A1-Weserbrücke in Bremen: Was Pendler wissen müssen

Melanie Machedanz
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Von Melanie Machedanz
| 13.08.2025 05:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wegen Ermüdungserscheinungen wird die Weserbrücke in Bremen instandgesetzt – das führt zu Verkehrseinschränkungen und Staus. Foto: imago images / Eckhard Stengel
Wegen Ermüdungserscheinungen wird die Weserbrücke in Bremen instandgesetzt – das führt zu Verkehrseinschränkungen und Staus. Foto: imago images / Eckhard Stengel
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Seit Montag, 11. August, gilt auf der Baustelle an der A1 der sogenannte Bauzustand III. Was Pendler und Reisende zu der aktuellen Verkehrsführung an der Weserbrücke wissen müssen.

Nachdem am zweiten Augustwochenende massiv in den fließenden Verkehr eingegriffen werden musste, um mit einer Übergangskonstruktion die Weserbrücke mit der Autobahn auf Arster Seite zu verbinden, befindet sich die Dauerbaustelle an der A1 seit Montag, 11. August, in dem sogenannten Bauzustand III. Was gemacht wird, welche Einschränkungen es gibt und wie lange sie andauern.

Seit Frühjahr 2024 wird die Weserbrücke zwischen Bremen-Hemelingen und Arsten saniert und macht vielen Delmenhorster Pendlern das Leben schwer. Von den eigentlich vier Fahrstreifen in jede Richtung müssen je nach Bauabschnitt mehrere gesperrt und der Verkehr entsprechend umgeleitet werden. Nun in Bauzeit III gilt eine sogenannte „4+0-Verkehrsführung“, wie die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) auf seiner Website zur Sanierung der Weserbrücke informiert.

Das bedeutet, dass die Fahrbahn Richtung Hamburg komplett gesperrt ist. Der Verkehr wird auf jeweils zwei Spuren auf der Fahrseite in Richtung Osnabrück geleitet. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt während dieses Bauabschnitts bei 80 Kilometern pro Stunde in beide Richtungen und der genehmigungsfreie Schwerverkehr wird auf maximal 60 Tonnen Gesamtgewicht eingeschränkt. Auf den gesperrten Fahrstreifen werden laut Deges während dieses Bauzustands der Asphalt angefasst und die sogenannten Kappen abgebrochen, also die seitlichen Randbereiche des Brückendecks.

Geplant ist, dass der Bauabschnitt mit der dazu gehörenden Verkehrsführung bis etwa September 2026 fertig ist. Doch auch im Anschluss ist für Pendler noch keine Besserung in Sicht: Danach ist die andere Seite dran. Das bedeutet, die „4+0-Verkehrsführung“ verlagert sich auf die Fahrstreifen in Richtung Hamburg. Im letzten Bauzustand von voraussichtlich Dezember 2027 bis April 2028 sind keine Einschränkungen mehr zu erwarten.

Insgesamt ist die im Jahr 1963 gebaute Weserbrücke 540 Meter lang und verbindet Arsten mit Hemelingen. Sie ist laut Deges mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von circa 130.000 Fahrzeugen belastet, die Verkehrsprognose für 2030 ergibt sogar einen Wert von 146.000 Fahrzeugen in 24 Stunden.

Bereits von 2017 bis 2022 war sie mittels einer Notinstandsetzung stabilisiert worden. Die vollständige Sanierung ist jetzt dringend notwendig, da die Weserbrücke Ermüdungs- und Korrosionsschäden in der Stahlkonstruktion, schadhafte Betonklappen auf der Vorlandbrücke, Lagerschäden, schadhafte Fahrzeugrückhaltesysteme und Übergangskonstruktionen, Fahrbahnbeläge mit starker Spurrinnenbildung und Schäden in der Längsentwässerung des Bauwerks aufweist.

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