Bau am Bahnhof  Das ist der Stand bei der neuen Fahrradstation in Leer

Jonas Bothe
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Von Jonas Bothe
| 13.08.2025 08:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Fahrradstation am Leeraner Bahnhof wird gerade gebaut. Foto: Stadt Leer
Die Fahrradstation am Leeraner Bahnhof wird gerade gebaut. Foto: Stadt Leer
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Damit Fahrräder sicher am Leeraner Bahnhof untergestellt werden können, wird derzeit ein neues Gebäude errichtet. Jetzt informiert die Stadt über den aktuellen Stand – inklusive Fassadenbeispiel.

Leer - Am Leeraner Bahnhof entsteht eine neue Fahrradstation. Die Arbeiten dafür haben vor fast genau einem Jahr begonnen. Seitdem ist das Gebäude in die Höhe gewachsen. Jetzt gibt die Stadtverwaltung einen Überblick über den aktuellen Stand.

Während die Rohbauarbeiten mittlerweile abgeschlossen seien und im Innenbereich als Nächstes unter anderem die Elektroarbeiten anstünden, bereite die Verwaltung bereits die Vergabe der Dachdeckerarbeiten vor, heißt es in einer Mitteilung. „Auch im Außenbereich fällt seit geraumer Zeit etwas ins Auge, das zumindest ansatzweise erahnen lässt, wie die moderne Fassade künftig aussehen wird: Testweise sind bereits einige Streckmetall-Elemente befestigt worden“, schreibt die Verwaltung. Die Farbwahl sei dabei nach Vorschlag des Architekturbüros Vickers aus Lingen auf „Noble Bronze“ gefallen.

Finales Projekt des Förderprogramms „Facit“

„Wir haben damit die rot-braunen Farbtöne aus der Nachbarschaft – zum Beispiel vom denkmalgeschützten Bahnhof und dem Zollhaus – aufgenommen“, wird Projektleiterin Alexandra Abraham zitiert. Ziel sei es, zu erreichen, dass sich die Station optimal in die Umgebung einfügt. Die Wahl von Material und Farbe sei in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt erfolgt.

Testweise wurde am Gerüst ein Streckmetall-Element angebracht, was künftig ein Teil der Fassade sein wird. Foto: Stadt Leer
Testweise wurde am Gerüst ein Streckmetall-Element angebracht, was künftig ein Teil der Fassade sein wird. Foto: Stadt Leer

Die 40 Meter lange, gut zehn Meter breite und sieben Meter hohe Fahrradstation ist das finale Projekt des Förderprogramms „Facit“ (Mit dem Rad in der City) und soll bis Ende 2026 fertig sein. Eigentlich hätte der Bau schon deutlich eher umgesetzt werden sollen. Es kam aber zu Verzögerungen bei den Planungen, vor allem durch die zeitintensiven Absprachen mit der Deutschen Bahn.

400 gesicherte Stellplätze

Die Fahrradstation soll unter anderem 400 gesicherte Stellplätze bieten, wovon der Großteil laut Stadtverwaltung im „Garderobensystem“ genutzt werden kann. Bedeutet: Das Fahrrad kann zu Öffnungszeiten bei den Mitarbeitenden abgegeben und wieder abgeholt werden. Bis zu 50 Stellplätze stehen zudem in einem Exklusivbereich zur Verfügung, so dass die Räder unabhängig von den Öffnungszeiten 24 Stunden am Tag dort geparkt und wieder abgeholt werden können.

Der Zugang zur Fahrradstation werde über eine App und ein separates Öffnungssystem sichergestellt. Auch die Buchung der Fahrradstellplätze solle bequem über eine App erfolgen. „Die abschließende Preisgestaltung für die Stellplätze liegt noch nicht vor“, erklärt die Stadt. Geplant seien ein Tagesticket für einen Euro und ein Jahresticket für weniger als 100 Euro.

Suchtkrankenhilfe Ostfriesland übernimmt den Betrieb

Zum Neubauprojekt gehören auch eine Reparaturwerkstatt, ein Fahrradverleih, eine Fahrradwaschanlage und eine behindertengerechte öffentliche Toilette. Zudem soll im Zuge des Wunderline-Projekts im direkten Umfeld auch ein öffentlicher Trinkwasserspender aufgestellt werden. Den Betrieb der Fahrradstation wird die Suchtkrankenhilfe Ostfriesland, die ihr Büro gleich nebenan hat, übernehmen.

Direkt zwischen der neuen Station und dem Bahnhof wird außerdem im Zusammenhang mit den Neubauarbeiten ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig geschaffen. Die Kosten für die Radstation liegen bei insgesamt rund 3,4 Millionen Euro. Der Großteil wird über das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

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