Einkaufen  Bald neue C-Box in Wymeer – Pläne für Leeraner Innenstadt

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 25.06.2025 15:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In der C-Box finden Kunden Waren des täglichen Bedarfs – bald auch in Wymeer. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
In der C-Box finden Kunden Waren des täglichen Bedarfs – bald auch in Wymeer. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
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Einkaufen fast rund um die Uhr kann man bald in Wymeer. Dort eröffnet Bünting einen digitalen Dorfladen. Es soll nicht der letzte sein. Auch in der Fußgängerzone in Leer gibt es Pläne für ein Projekt.

Wymeer - Die Zeiten der Tante-Emma-Läden auf dem Land sind vorbei. Für die Nahversorgung gibt es vielerorts eine moderne Lösung: die C-Box. Nach Nortmoor und Bingum steht in Wymeer die Eröffnung des nächsten begehbaren Warenautomaten ohne Personal bevor. Und es soll nicht die letzte sein.

„Die Baugenehmigung liegt seit dem 22. Mai vor“, sagte Matthias Adler, Expansionsleiter Nord bei Bünting. Er geht davon aus, dass die neue Einkaufsmöglichkeit in Wymeer Anfang des vierten Quartals dieses Jahres genutzt werden kann. „Der Container ist bereits bestellt und wird voraussichtlich im Oktober geliefert“, so Adler. Jetzt werden die Arbeiten für die Außenanlagen ausgeschrieben.

Wo heute noch eine grüne Wiese ist, wird in Wymeer demnächst eine C-Box entstehen. Projektmanager Marcus Jonashoff (von links), Bürgermeister Uwe Sap und Bünting-Expansionsleiter Nord, Matthias Adler, stellten die Pläne vor. Foto: Tatjana Gettkowski
Wo heute noch eine grüne Wiese ist, wird in Wymeer demnächst eine C-Box entstehen. Projektmanager Marcus Jonashoff (von links), Bürgermeister Uwe Sap und Bünting-Expansionsleiter Nord, Matthias Adler, stellten die Pläne vor. Foto: Tatjana Gettkowski

850 Artikel im Sortiment

Bei der C-Box entstehen neben sechs Parkplätzen auch Abstellmöglichkeiten für Fahrradfahrer. Bundes Bürgermeister Uwe Sap geht davon aus, dass die C-Box in Wymeer auch für Fahrrad-Touristen attraktiv ist. Eine Gaststätte zum Einkehren gibt es in der näheren Umgebung nicht und der nächste Supermarkt ist kilometerweit entfernt in Bunde. „Daher soll bei der C-Box in Wymeer eine Sitzgruppe geschaffen werden“, freut sich Sap.

Die C-Box in Wymeer liegt mit 60 Quadratmeter zwischen dem Prototyp mit 40 Quadratmetern in Nortmoor und der Bingumer-Variante. Die C-Box in Bingum wurde in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Harbers eingerichtet und ist 120 Quadratmeter groß. „In Wymeer wird es ein Sortiment von 850 Artikeln geben“, kündigt Projektmanager Marcus Jonashoff an. Wenn man bedenke, dass der Discounter vor 20 Jahren ein ähnliches Warensortiment hatte, werde deutlich, dass die C-Box in Wymeer mehr biete als eine Notversorgung.

Die C-Box in Nortmoor ist nicht nur Büntings erste, sondern mit einer Größe von 40 Quadratmetern auch die kleinste. Foto: Nikola Nording/Archiv
Die C-Box in Nortmoor ist nicht nur Büntings erste, sondern mit einer Größe von 40 Quadratmetern auch die kleinste. Foto: Nikola Nording/Archiv

Auch Kundenwünsche werden erfüllt

Die begehbare Warenautomat in Wymeer wird täglich in der Zeit von 6 bis 23 Uhr öffnen. Grundsätzlich sei sogar eine 24/7-Öffnung möglich. Zugang bekommen Kunden mit ihrer EC-, Kunden- oder mit der Kreditkarte. Damit wird an einer der beiden Kassen auch bezahlt. „In der Anfangszeit wird Personal vor Ort sein, um den Kunden das System zu erklären“, kündigt Adler an. Durch das Scannen des QR-Codes auf dem Kassenbon öffnet sich für die Kunden automatisch die Tür nach draußen.

Die C-Box in Bingum wurde sofort nach der Eröffnung gut angenommen. Foto: Bodo Wolters/Archiv
Die C-Box in Bingum wurde sofort nach der Eröffnung gut angenommen. Foto: Bodo Wolters/Archiv

Das Sortiment werde nach den Worten von Jonashoff einmal monatlich den Kundenwünschen angepasst. Hochprozentigen Alkohol werde es aber nicht geben. Lediglich Wein, Sekt und Bier gehören zum Sortiment und werden in einem gesonderten Bereich angeboten. Damit keine Minderjährigen darauf zugreifen können, müssen sich Kunden dort mit ihrem Personalausweis legitimieren.

Gespräche über Projekt in der Fußgängerzone

Nach den Worten von Jonashoff sei man mit den in Nortmoor und Bingum gemachten Erfahrungen zufrieden mit dem C-Box-Konzept. Der Laden in Wymeer soll in der Region nicht die letzte bleiben. Nach der Schließung des „Nah und gut“-Marktes in Ditzum wird dort nach einer Lösung gesucht. Mögliche Varianten seien neben einer personallosen C-Box durchaus auch die Fortführung des „Nah und gut“-Marktes. Aber auch die Variante, dass Bünting dort gar nicht aktiv werde, sei möglich. Die Verhandlungen über einen Standort in Ditzumerverlaat laufen nach den Worten von Adler ebenfalls.

Anders als in Nortmoor wurde die C-Box in Bingum nicht in einem Container, sondern in den Geschäftsräumen der ehemaligen Bäckerei Harbers eingerichtet. Mit 120 Quadratmetern ist sie damit bislang auch die größte. Foto: Bodo Wolters/Archiv
Anders als in Nortmoor wurde die C-Box in Bingum nicht in einem Container, sondern in den Geschäftsräumen der ehemaligen Bäckerei Harbers eingerichtet. Mit 120 Quadratmetern ist sie damit bislang auch die größte. Foto: Bodo Wolters/Archiv

Auch in der Innenstadt von Leer will Bünting die Möglichkeit einer Nahversorgung schaffen. „Die Gespräche sind schon weit fortgeschritten“, sagte Adler. Es gehe um ein Projekt in der Fußgängerzone. Ob es sich um ein Geschäft mit Personal oder eine C-Box handelt und wo genau sich der Standort befindet, wollte Adler nicht sagen. „In vier Wochen können wir sagen, ob und wann sich etwas tut.“

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