Meldungen online Giftige Raupe breitet sich wieder im Kreis Leer aus
Von den Raupen und den Nestern des Eichenprozessionsspinners gehen Gefahren für die Gesundheit aus. Im Kreis Leer breitet er sich weiter aus. Fundorte können wieder online gemeldet werden.
Landkreis Leer - Mit den steigenden Temperaturen breitet sich der Eichenprozessionsspinner wieder im Landkreis Leer aus. Von den Raupen und ihren Nestern gehen Gefahren für die Gesundheit von Menschen aus. Das teilt die Kreisverwaltung mit.
Die steigenden Meldungen von befallenen Bäumen nimmt der Landkreis Leer nun zum Anlass, um auf das aktualisierte Meldeportal hinzuweisen. Zwar bestehe keine Meldepflicht – dennoch helfe es, wenn ein Befall dem Ordnungsamt der Gemeinde oder dem Landkreis Leer gemeldet werde, ganz gleich, ob die Bäume auf privaten oder öffentlichen Grundstücken stehen.
Karte gibt nun auch Entwarnung
Nester könnten wie schon im Vorjahr unkompliziert über ein Online-Formular unter www.landkreis-leer.de/Eichenprozessionsspinner gemeldet werden. „Neben dem Fundort und der Anzahl befallener Bäume ist es nützlich, wenn ein Foto mitgeschickt wird“, schreibt der Landkreis Leer. Die Ordnungsämter der Gemeinden nehmen daraufhin eine fachliche Einschätzung vor, ob es sich um den Eichenprozessionsspinner handelt. „Bestätigte Fälle werden anschließend auf der Karte sichtbar“, heißt es weiter. Ebenfalls enthalte die Übersicht nun Entwarnungen zu eingegangenen Falschmeldungen.
„Aktuell kommt es häufig zu Verwechselungen mit Gespinstmotten“, so der Landkreis. Diese produzieren zwar auch weiße Gespinste, aber diese Raupen seien für den Menschen harmlos.
Wie werden die Raupen beseitigt?
„Nur Fachfirmen oder extra geschulte Mitarbeiter können die Entfernung der Nester vornehmen“, betont der Landkreis Leer. Dies erfolge mit spezieller Ausrüstung und in Sicherheitskleidung in der Regel durch Absaugen, Heißwasserbehandlung oder durch Verkleben mit speziellem Kleber. „Gift wird hier nicht eingesetzt, da dieses auch gegen andere Insekten, darunter viele Nützlinge, wirkt und weitere Fressfeinde in der Nahrungskette schädigen könnte“, so die Kreisverwaltung.
Für Bäume auf öffentlichem Grund und an öffentlichen Straßen seien die Kommunen zuständig. Privatleute seien für Bäume auf ihren Grundstücken selber verantwortlich, sollten sich aber Rat bei den Behörden holen und eine Fachfirma hinzuziehen, betont die Verwaltung.
Meisen gegen den Eichenprozessionsspinner
Eine natürliche Prävention gegen den Eichenprozessionsspinner biete der Vogelschutz. „Insbesondere Meisen verfüttern in der Brutzeit erhebliche Mengen an Larven der Raupe“, heißt es in der Mitteilung. Unterstützt werden die Vögel zum Beispiel durch das Aufstellen von Nistkästen.