Wahl zum ersten Jugendparlament Barßeler Jugend stimmt ausschließlich online ab
20 Kandidatinnen und Kandidaten wollen in Barßel ins neue Jugendparlament. Rund 1200 Jugendliche haben die Qual der Wahl. Sie bekommen dieser Tage Post von der Gemeinde Barßel.
Barßel - Um 0 Uhr geht es los: Insgesamt 1206 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren sind aufgerufen, ab Dienstag, 10. Juni, das erste Jugendparlament der Gemeinde Barßel zu wählen. Abgestimmt werden kann bis Dienstag, 17. Juni, um Mitternacht. Neun Sitze sind vorgesehen. Die Abgeordneten wählen auf einer kostituierenden Sitzung den Jugendbürgermeister.
1206 Jugendliche sollten in den nächsten Tagen in den Postkasten gucken. Die Wahlbenachrichtigungskarten sind bereits auf dem Weg zu ihnen.
Abstimmung per QR-Code
Zur Urne zu schreiten brauchen sie deswegen nicht. Die Wahl geht ausschließlich online vornstatten. Dafür wurde eigens eine Plattform geschaffen. Die Wahlberechtigten können per QR-Code abstimmen. Jeder erhält einen individuellen Zugangscode, der mit dem Smartphone eingescannt werden kann.
Die Wahl
Gewählt wird mit dem eigenen Smartphone. Wer keinen Zugriff auf das Internet hat, kann im Jugend- und Begegnungszentrum (JuBZ) wählen, dort steht ein entsprechendes Gerät zur Verfügung. Geöffnet ist montags und dienstags von 15 bis 20 Uhr, mittwochs und donnerstags von 15 bis 22 Uhr und Freitag von 15 bis 21 Uhr. Für Fragen ist die Gemeinde unter Telefon 04499/937205 und per E-Mail an jupa@barssel.de erreichbar.
Zur Wahl stehen 20 junge Menschen, elf männliche und neun weibliche: Sina Ahrnsen, Joel Battermann, Abeni Behrends, Till Bender, Damian Blazejewski, Michelle Böhmer, Diana Butau, Fabian Claassen, Kurt Decker, David Freemann, Hannah Haak, Aron Haxhijaj, Chloe Kröger, Jannik Ley, Mailo Pruss, Anna Thoben, Maja Thoben, Thai Tran, Konrad Vey und Lieselotte Vey.
Wählbarkeit überprüft
„Die Jugendlichen stammen aus fast sämtlichen Ortsteilen der Gemeinde. Wir haben ihre Wählbarkeit überprüft“, sagt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos). Dabei habe man genau hingeguckt, ob die Bewerberinnen und Bewerber am ersten Wahltag mindestens 12 Jahre alt und am letzten Wahltag nicht älter als 20 Jahre sind. „Da hätte ein einziger Tag gereicht, um nicht zugelassen zu werden. Den Fall hatten wir“, erklärt Anhuth.
„Die Liste ist bunt gemischt. Es kandidieren Schülerinnen und Schüler, aber auch Jugendliche, die bereits im Berufsleben stehen“, so Barßels Bürgermeister. Jeder Wahlberechtigte hat drei Stimmen. Er kann sie auf drei Leute verteilen oder alle einer Person geben. „Es müssen aber drei Stimmen abgegeben werden, sonst ist die Wahl ungültig“, gibt Anhuth zu bedenken. Das Ergebnis wird am Donnerstag, 19. Juni, um 18 Uhr im Rathaus verkündet.
Das Jugendparlament wird für drei Jahre gewählt. Es kann Anträge stellen, die dann – wie auch beim Seniorenbeirat und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen – in den entsprechenden Gremien behandelt werden.
Eigenständige Organisation
Regelmäßig soll das „JuPa“ im Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales von seiner Arbeit berichten. Ansonsten soll es sich eigenständig organisieren und sich selbst eine Satzung geben.
Betreut wird die Gruppe von Gemeindejugendpfleger Hartmut Börchers und dessen Mitarbeiter Michael Bohnen. Genauso wie die anderen Beiräte wird auch das Jugendparlament eine Pauschale für Ausgaben wie Material-, Druck- oder Portokosten aus dem Gemeindesäckel erhalten.