Mit Grafiken So wird der Neubau des Klinikums Leer aussehen
Vor dem Haupteingang des Leeraner Klinikums laufen die Bauarbeiten fürs neue Gebäude. Wir haben uns erläutern lassen, was sich wo im Neubau befindet und zeigen, wie die Eingangshalle aussehen wird.
Leer - Wer derSo wird der Neubau des Klinikums Leer aussehenzeit zum Haupteingang des Leeraner Klinikums geht, kommt zwangsläufig an der großen Baustelle für das neue Gebäude vorbei. In etwa zwei Jahren soll hier alles fertig sein. Dann hat das kreiseigene Krankenhaus nicht nur einen neuen Haupteingang und eine Tiefgarage, sondern unter anderem auch mehr Platz für den OP-Bereich. Wir haben uns von Geschäftsführerin Daniela Kamp einmal erläutern lassen, wie das neue Gebäude aufgeteilt sein wird.
Der Blick von der Augustenstraße
Im zweiten und dritten Obergeschoss befinden sich Nebenräume für die ambulante Reha. Deren weitere Räume gehen auf den beiden Ebenen über den gesamten Neubau. Die ambulante Reha ist für die Fachrichtungen Neurologie, Kardioloigie und Orthopädie. „Das Raumprogramm ist mit der Rentenversicherung als Hauptkostenträger abgestimmt“, erläutert die Geschäftsführerin. So gibt es dort beispielsweise große Bereich für medizinische Therapie.
Entlang der Augustenstraße im ersten Obergeschoss wird die Station der Gefäßchirurgie untergebracht. Sie wird über 49 Betten verfügen. Diese befindet sich derzeit noch im Rheiderland-Krankenhaus in Weener. „Sie soll als erstes in den Neubau umziehen“, sagt Kamp. Dann stünden die Zimmer in Weener für die dort geplante psychiatrische Klinik zur Verfügung.
Im vierten Obergeschoss, dort sind auch Balkone zu erkennen, wird die Privatstation – oder auch Wahlleistungsstation genannt – mit insgesamt 33 Betten untergebracht. „Die Ausstattung ist mit den privaten Krankenkassen abgesprochen“, erläutert die Geschäftsführerin. Unter anderem werde gefordert, dass die Zimmer nicht wie in einem Krankenhaus aussehen, sondern eher wie in einem Hotel. „Das muss natürlich trotzdem hygienisch und abwischbar sein“, so Kamp. Außerdem gebe es dort eine eigene Speisekarte, kostenfreies W-Lan oder auch Sender des Pay-TV-Anbieters Sky.
Oberhalb des vierten Obergeschoss seien noch Räume für die Technik untergebracht, rechts ein neuer Haupteingang. Parallel zur Augustenstraße im Erdgeschoss und im Untergeschoss befindet sich die Tiefgarage. Diese verfügt über 159 Stellplätze. Die Zufahrt erfolgt über die Annenstraße und dann rechts neben dem neuen Haupteingang. Damit nicht alle Patienten, Besucher und Beschäftigte erst durch die neue Eingangshalle müssen, wird es laut Kamp zudem zwei Brückenelemente geben, die auf mehreren Ebenen das neue Gebäude mit dem alten verbinden.
Die neue Eingangshalle
Durch die Galerie im ersten Obergeschoss gibt es eine direkte Verbindung vom OP-Bereich – hinter der Wand – zur neuen Station der Gefäßchirurgie – links außerhalb des Bildes. Die Brüstung ist mit Milchglasscheiben ausgestattet, damit Besucher die Patienten in den Betten nicht sehen können, so Kamp.
Etwa in der Mitte des Bildes befindet sich der Tresen der neuen Infotheke. Die Türen links führen zu zwei zusätzlichen Aufnahmebereichen für Patienten, die einen festen Termin haben. „Wir wollten zwei zusätzlich Räume schaffen, damit die Patienten nicht in die Zentrale Patientenaufnahme müssen. Dann geht es schneller“, erläutert Kamp.
Auf der zweiten Illustration sieht man die Eingangshalle aus der entgegengesetzten Richtung. Im Hintergrund ist das bestehende Bistro zu sehen. Der derzeitige Haupteingang befindet sich links und ist nicht im Bild zu sehen. Dieser werde künftig offen sein, so Kamp. Hinten rechts sieht man durch die große Fensterfront, die zu einem Innenhof führt, im Erdgeschoss die Fenster des Vita sowie im ersten Obergeschoss die jetzige Wahlstation. Das Dach werden teilweise mit Glas ausgestattet. „Dadurch hat man einen schönen hellen Bereich“, betont die Geschäftsführerin.
So geht es weiter
Ende Juni wird voraussichtlich der oberirdische Parkplatz gesperrt. Dann werde der Bereich wieder nach alten Kampfmitteln untersucht. Wenn alles in Ordnung ist, solle voraussichtlich Ende Juli mit dem Aushub des Bodens für den zweiten Bauabschnitt begonnen werden. Das Klinikum Leer investiert mehr als 60 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in das Bauprojekt. „Die Kosten sind weiterhin im geplanten Rahmen“, sagt die Geschäftsführerin.