Abschied nach elf Jahren Pfarrer Asir Rajendran verlässt das Saterland
Mit einem Dankgottesdienst und vielen herzlichen Worten verabschiedete die Pfarrgemeinde St. Jakobus Saterland ihren langjährigen Seelsorger Pfarrer Asir Rajendran. Er kehrt zurück nach Indien.
Sedelsberg - Über elf Jahre wirkte Pfarrer Asirvatham (Asir) Rajendran aus Indien seelsorgerisch in der Pfarrgemeinde St. Jakobus Saterland. Nun zieht es den Geistlichen wieder zurück in sein Heimatland Indien. Am vergangenen Sonntag wurde der 47-jährige Pfarrer im Rahmen eines Dankgottesdienstes in der St. Petrus Canisius Kirche in Sedelsberg mit anschließendem Empfang im Canisiushaus feierlich verabschiedet. Pastor Asir übernimmt im Bistum Indien als Schulleiter der St. Margaretha und Mutter-Theresa-Schule in Bengalen neue Aufgaben. Die Kirchengemeinde sagte Danke für den unermüdlichen Dienst mit und an den Menschen in der Gemeinde.
Ein Gottesdienst voller Dankbarkeit
In dem bis auf den letzten Platz besetzten Gotteshaus zelebrierte Pfarrer Asir zusammen mit Pfarrer Ludger Fischer und Pfarrer Paul Horst zum letzten Mal einen Gottesdienst im Saterland, bevor er... Der Frauenchor Ramsloh, die Chorgemeinschaft Strücklingen/Scharrel und Organist Günther Fugel gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Für ein buntes Bild sorgen die Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine aus dem Saterland, und vor den Kirchtoren begrüßten verschiedene Musikvereine Pfarrer Asir mit flotten Klängen.
Worte des Dankes und der Erinnerung
„Trotz des schönen Gottesdienstes begleitet mich ein wenig Wehmut, denn wir müssen uns von dir verabschieden und Lebewohl sagen“, betonte der Vorsitzende des Pfarreirates, Georg Pugge. Als Asir 2014 als Kaplan in das Saterland kam, war ihm die Region völlig fremd. Doch dank der Familie Oltmanns, bei der Asir wohnte, erhielt er schnell Familienanschluss. „Er lernte das Landleben kennen – ob auf dem Trecker bei Silofahrten oder als Treiber bei den Jagden“, so Pugge. Der Pfarreiratsvorsitzende bezeichnete den scheidenden Geistlichen als freundlich, hilfsbereit, stets mit einem Lächeln auf den Lippen, für jedes ein nettes Wort und immer offen auf Menschen zugehend. Getreu seinem Primizspruch „Bleibt in meiner Liebe“ habe er viele Menschen begleitet und ihnen in Freud und Leid beigestanden.
Enge Freundschaften und nachhaltiges Engagement
„Eine enge Freundschaft hatte Asir zur Familie von Gerd und Elisabeth Peter. Sie unterstützten ihn dabei, die deutsche Sprache zu lernen. Es war deine Familie hier im Saterland“, meinte Pugge. In den vergangenen Jahren konnte eine Reihe von Projekten im Bistum Indien durch die Initiative von Pfarrer Asir mit verschiedenen Aktionen im Saterland, wie beispielsweise der Sternsingeraktion, realisiert werden – vom Schulbau, Häuserbau für ältere Familien bis hin zur Küchenrenovierung. Dabei griffen zahlreiche Menschen und Firmen aus dem Saterland durch Spenden und Finanzierungen Pfarrer Asir unter die Arme“, so Pugge und dankte dafür allen Helfern noch einmal ausdrücklich.
Dankbare Worte zum Abschied
„Für mich ist es ein besonderer Tag voller Dankbarkeit.“ Ein besonderes Kapitel in seiner Saterländer Zeit habe die Familie Peter aufgeschlagen. „Hier wurde ich wie ein Sohn aufgenommen. Mir wurde stets die Hand gereicht. Ich war ein Teil der Familie, und sie hat mir die deutsche Sprache beigebracht. Alles war ein großes Geschenk, und Elisabeth Peter war für mich die Mutter der Nation“, so Asir. „Du warst und bleibst ein wichtiger Teil der großen Familie. Du warst immer für uns da. Es waren schöne Tage, insbesondere die Fürsorge für Oma Elisabeth“, meinten die Enkelkinder Yannik und Friederike und deren Mutter Sabine Weindel.