Diebstahl aus Drents Museum  Fluchtauto führt Ermittler zu 36-Jährigem

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 02.05.2025 15:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Polizeifahrzeug steht nach der Tat vor dem Drents Museum in Assen. In der Nacht auf den 25. Januar wurde aus dem Haus wertvolle Kunstschätze aus Gold gestohlen. Foto: Jumelet/ANP/Imago Images
Ein Polizeifahrzeug steht nach der Tat vor dem Drents Museum in Assen. In der Nacht auf den 25. Januar wurde aus dem Haus wertvolle Kunstschätze aus Gold gestohlen. Foto: Jumelet/ANP/Imago Images
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Ein 36-Jähriger soll ein Fluchtauto für den spektakulären Kunstraub im niederländischen Assen besorgt haben. Die entscheidende Frage: Wusste er, wofür der gelbe Peugeot bestimmt war?

Assen - Nach dem spektakulären Kunstraub aus dem Drents Museum in Assen gibt es neue Details zum Vorgehen der mutmaßlichen Diebesbande: Die Verdächtigen sollen in einem gelben Peugeot 208 geflohen sein, nachdem sie direkt im Anschluss an die Tat einen anderen Wagen, einen VW Golf, in einem Vorort von Assen in Brand gesteckt hatten. Das bestätigte die niederländische Polizei gegenüber dem „Dagblad van het Noorden“.

In diesem Zusammenhang ist auch ein 36-Jähriger in das Visier der Ermittler geraten: Er soll den Peugeot in Alkmaar gemietet und anschließend am Bahnhof in Beilen – südlich von Assen – abgestellt haben. Dass der Wagen allerdings für den Kunstraub in Assen verwendet werden solle, habe der 36-Jährige nicht gewusst, sagte dessen Anwalt dem „Dagblad van het Noorden“. Ihm sei lediglich gesagt worden, er solle ein Auto für einen Umzug organisieren und in Beilen abstellen. Später habe er den Peugeot wieder abgeholt und bei der Autovermietung zurückgegeben. Über das Unternehmen war die Polizei auf die Spur des 36-Jährigen gekommen und hatte ihn am 15. April vorübergehend festgenommen, wie die niederländische Staatsanwaltschaft mitteilte. Sein Mandat kenne allerdings keinen der anderen Verdächtigen, die in Zusammenhang mit dem Kunstraub stehen sollen, sagte der Anwalt des 36-Jährigen.

Drei Männer stehen bald erstmals vor Gericht

In der Nacht auf den 25. Januar hatten Einbrecher die Türen zum Drents Museum in Assen aufgesprengt. Sie stahlen mehrere archäologische Meisterwerke aus Rumänien, darunter der goldene Helm von Cotofenesti und weitere Exponate der Sonderausstellung „Dakien – das Reich aus Gold und Silber“ aus dem Nationalmuseum für die Landesgeschichte in Bukarest.

Seit der Tat wurden laut Staatsanwaltschaft insgesamt sieben Verdächtige festgenommen, vier von ihnen sitzen noch in Untersuchungshaft. Eine Frau, der 36-Jährige, der das Fluchtauto besorgt haben soll, und ein 18-Jähriger sind bereits wieder auf freiem Fuß. Drei der Männer, die in U-Haft sitzen, sollen bei einer ersten Sitzung am Freitag, 9. Mai, vor Gericht erscheinen. Dort solle auch darüber entschieden werden, ob sie länger in Haft bleiben müssen, teilte die Staatsanwaltschaft mit, die dann nach eigenen Angaben auch über den Sachstand der Untersuchungen zum Kunstraub informieren will.

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