Viele Tore am Bezirksliga-Sonntag  Neun Pewsumer Fußballer besiegen Strudden mit 6:0

| | 27.04.2025 19:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Pewsums Jonas Petersen freute sich über die große Moral seiner Mannschaft. Archivfoto: Doden/Emden
Pewsums Jonas Petersen freute sich über die große Moral seiner Mannschaft. Archivfoto: Doden/Emden
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Die Krummhörner spielten sehr lange in Unterzahl. Esens beschenkte einen Bräutigam mit dem nächsten klaren Sieg, diesmal gegen Norden. Und Middels widmete seinen Sieg einer verstorbenen Person.

Ostfriesland - Der TuS Esens marschiert weiter mit großen Schritten Richtung Fußball-Landesliga. Auf das 4:0 des Verfolgers SV Großefehn am Freitagabend in Ihrhove antwortete der TuS mit einem 5:0 gegen den FC Norden. Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung somit weiter acht Punkte. Pewsum gelang ein „verrückter“ 6:0-Sieg in doppelter Unterzahl.

TuS Esens - FC Norden 5:0 (2:0).

Die Esenser haben die letzten fünf Spiele gewonnen, bei 22:0 Toren. Hinten vereitelte Kapitän und Torwart Jannes Havemann kurz vor der Pause die einzige Großchance der Gäste, als er bei einem zu kurzen Rückpass das Duell gegen den Stürmer gewann. So ging Esens nach einem Freistoßtor von Isaiah Stainbank und einem weiteren Tor vom Hauke Bents mit einer 2:0-Führung statt mit einem 2:1 in die Pause. „Norden hat stark gekämpft und war ein Gegner, der alles reingeworfen hatte. Uns fehlte in der ersten Halbzeit etwas der Zug zum Tor“, sagte TuS-Trainer Ralf Backhaus.

Torschützen unter sich: Isaiah Stainbank (Nummer 16) eröffnete den Torreigen für den TuS. Hauke Bents (rechts) setzte ihn fort und Torjäger Samuel Stainbank gelang sogar ein Hattrick. Foto: Doden/Blomberg
Torschützen unter sich: Isaiah Stainbank (Nummer 16) eröffnete den Torreigen für den TuS. Hauke Bents (rechts) setzte ihn fort und Torjäger Samuel Stainbank gelang sogar ein Hattrick. Foto: Doden/Blomberg

Mit dem schnellen 3:0 direkt nach der Pause wurde der TuS dann zielstrebiger. Sam Stainbank hatte einen sehenswerten Angriff mit seinem ersten Tor an diesem Tag abgeschlossen. Durch zwei weitere Treffer und den lupenreinen Hattrick hat der Angreifer nun mit 22 Treffern auch Platz eins der Torjägerliste übernommen. Und auch ein Bräutigam kam nach seinen Feierlichkeiten am Freitag noch zum Einsatz. Defensiv-Stammspieler Malte Ahrends heiratete Freitag seine Verena und kam nach den Festlichkeiten diesmal als Joker zum Einsatz.

Tore: 1:0 I. Stainbank (14.), 2:0 Bents (23.), 3:0, 4:0, 5:0 S. Stainbank (54./ 71./ 84.).

TuS Holtriem - TuS Middels 2:5 (0:4).

Die Middelser spielten mit Trauerflor und widmeten den Sieg der am 21. April im Alter von 92 Jahren verstorbenen Katarine Janssen. „Oma Tini“ war eine Middelser Institution auch mit dem TuS stark verbunden, wie Trainer Tobias Ryl betonte. Sein Team legte auf dem Kunstrasen in Holtriem los wie die Feuerwehr und führte nach 17 Minuten schon 4:0 – dreimal traf Glen Sokoli. Bis zur Pause vergab der Gast weitere klare Möglichkeiten.

Glen Sokoli traf dreifach für Middels. Foto: Doden/Blomberg
Glen Sokoli traf dreifach für Middels. Foto: Doden/Blomberg

Was Holtrims Trainer Mario Friedrichs einem Team, das auf wichtige Zentrumspieler verzichtete, war, dass man sich nach der Pause mehr wehrte. Lohn war das 1:4 und in der Schlussphase noch das 2:4. „Danach hatten wir noch ein, zwei gefährliche Aktionen“, so Friedrichs. Aber es fiel nicht mehr das 3:4, sondern das 2:5 für den letztlich verdienten Sieger aus Middels.

Tore: 0:1 Sokoli (3.), 0:2 Solomon (4.), 0:3 Sokoli (Foulelfmeter, 8.), 0:4 Sokoli (17.), 1:4 T. Lettau (54.), 2:4 Eggers (80.), 2:5 Schmauder (90.).

TuS Pewsum - TuS Strudden 6:0 (2:0).

Als „wildes Spiel“ umschrieb Pewsum-Trainer Jonas Petersen die 90 Minuten, die man in dieser Form so vielleicht auch noch nicht in Pewsum gesehen hatte. Der Gastgeber spielte ab der 28. Minute zu zehnt, ab der 55. Minute nur noch zu neunt – und siegte dennoch deutlich. Der Favorit begann bei elf gegen elf spielbestimmend, wenngleich Strudden die aufsteigende Form der Rückserie bestätigte. Florian Beer traf per Foulelfmeter zur verdienten TuS-Führung (24.). Kurz darauf vertändelte Malte Risto als letzter Mann den Ball, foulte und sah Rot (28.).

Florian Beer erzielte das 1:0. Foto: Wagenaar
Florian Beer erzielte das 1:0. Foto: Wagenaar

Direkt nach der Pause gelang dem TuS in Unterzahl dann per Doppelschlag ein Stich ins Herz der Struddener. Janis Hempelmann traf doppelt und sah dann kurz darauf nach einem Foulspiel Gelb-Rot (55.). „Wir haben das in doppelter Unterzahl mit großer Leidenschaft und clever verteidigt, kaum etwas zugelassen und waren nach vorne konsequent“, so Petersen. So erhöhte der TuS von 3:0 auf 6:0. Dabei gelang Siebo Lübbers sogar sein erstes Tor für Pewsum.

Tore: 1:0 Beer (Foulelfmeter, 24.), 2:0 Hempelmann (Handelfmeter, 48.), 3:0 Hempelmann (49.), 4:0 Hinrichs (58.), 5:0 Schoneboom (60.), 6:0 Lübbers (85.).

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