250 Fans begeistert  Firrel-Wahnsinn: Aus 0:2 noch 6:2-Sieg gegen Mühlen

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 21.04.2025 20:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Firrels Julian Bennert (links) glänzte mit starken Anspielen und erzielte den dritten Treffer selber. Fotos: Doden/Emden
Firrels Julian Bennert (links) glänzte mit starken Anspielen und erzielte den dritten Treffer selber. Fotos: Doden/Emden
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Der Ausflug am Ostermontag hat sich für 250 Fans mal so richtig gelohnt. Dank einer überragenden zweiten Halbzeit feierte GW Firrel im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga einen 6:2-Sieg gegen Mühlen.

Firrel - Ein temporeiches Fußball-Landesligaspiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten sahen 250 Zuschauer bei der gestrigen Partie zwischen dem Tabellenzehnten GW Firrel und dem Sechsten GW Mühlen. Während die Gäste in der ersten Halbzeit klar dominierten, aber nur mit 2:1-Toren in Führung lagen, ging die zweite Halbzeit eindeutig an die Firreler.

Nach dem 2:2 durch Tristan Darsow spielten sich die Platzherren in einen Rausch und gewannen die Partie noch deutlich mit 6:2 Toren. Mit 30 Punkten aus 22 Spielen liegen die Firreler weiterhin auf Platz 10 und erwarten nun am kommenden Freitag den Spitzenreiter SV Holthausen-Biene.

Mühlen begann druckvoll

Zur Überraschung aller begannen die Gäste äußerst druckvoll und deutlich spielbestimmend. Scheiterte ihr Stürmer Jonas Pöhlking in der 3. Spielminute noch an Firrels Keeper Rene Carstens, konnte Mühlens antrittsschneller Mittelstürmer Benjamin Willenbrink zehn Minuten später nur durch ein Foul im Strafraum gebremst werden.

Tim Schouwer (links) traf zum vorentscheidenden 4:2.
Tim Schouwer (links) traf zum vorentscheidenden 4:2.

Den fälligen Elfmeter schob Jan Leiber überlegt zum 0:1 in die linke untere Ecke. Derselbe Spieler sorgte auch für das 0:2, als er mit einem sehenswerten Freistoß aus 26 Metern Firrels Keeper Rene Carstens überlistete. Kurz danach hatten die Firreler großes Glück, dass Jonas Pöhlking allein vor Firrels Keeper das mögliche 0:3 vergab. Wie es im Fußball häufig passiert, kamen die Platzherren dann im Gegenzug wie aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. Mühlens Keeper Phil Wilhelm ließ einen harmlosen Kopfball von Michael Olbrys zum 1:2 durch die Hände flutschen.

Oussama Marmouk (rechts) setzt sich hier durch.
Oussama Marmouk (rechts) setzt sich hier durch.

Wie verwandelt in der zweiten Halbzeit

Wie verwandelt kamen dann die Firreler aus den Kabinen. Schon in der 46. Spielminute hatte Tristan Darsow das 2:2 auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz. Besser machte er es nur sechs Minuten später, als er einen kapitalen Fehler im Spielaufbau der Gäste zum 2:2 nutzte.

Spieldaten

GW Firrel: Carstens, Schouwer, Bennert, Röbke (86. Lücht), Janßen (62. Lange), Gereke, Marmouk, Darsow, Schönfelder (62. Suda), Olbrys, Ralf Grotlüschen

Tore. 0:1 Leiber (FE 13.), 0:2 Leiber (27.), 1:2 Olbrys (31.), 2:2 Darsow (52.), 3:2 Bennert (74.), 4:2 Schouwer (82.), 5:2 Lange (89.), 6:2 Olbrys (90.).

Danach setzte Firrels Trainer Bernd Grotlüschen alles auf eine Karte und brachte in der 62. Minute mit Torben Lange und Manuel Suda zwei frische Offensivkräfte, die sofort für gehörigen Wirbel sorgten. Durch frühes und intensives Pressing, immer wieder ausgelöst von Julian Bennert, machten die Firreler den Gästen nun das Leben schwer und erspielten sich eine Tormöglichkeit nach der anderen. Nach einem Fehler von Keeper Phil Wilhelm setzte sich Firrels Kapitän Tim Schouwer energisch durch und erzielte in der 82. Minute das vorentscheidende 4:2. Torben Lange per Kopfball nach einer Bennert-Ecke und Michael Olbrys nach einem mustergültig vorgetragenen Konter machten mit ihren Toren den Deckel drauf.

Julian Bennert (Mitte) glänzte mit starken Anspielen.
Julian Bennert (Mitte) glänzte mit starken Anspielen.

Das sagt Trainer Bernd Grotlüschen

Firrels Trainer Bernd Grotlüschen zeigte sich natürlich besonders mit der Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden: „In der Halbzeitpause haben wir uns alle gemeinsam geschworen, dass wir uns in dieses Match hineinkämpfen wollen. Das ist uns eindrucksvoll gelungen und nun hoffen wir, dass die kommenden Wochen etwas erfolgreicher verlaufen werden als die vergangenen.“

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