Westrhauderfehn auf Relegationsplatz  Holtriems Thorsten Lettau wird wieder zum TuRa-Schreck

Sören Siemens und Marco Reemts
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Von Sören Siemens und Marco Reemts
| 18.04.2025 12:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Beim 3:1-Hinspielsieg in Westrhauderfehn traf Thorsten Lettau dreimal. Auch beim 3:1 im Rückspiel in Holtriem war er wieder an zwei Toren beteiligt. Foto: Damm
Beim 3:1-Hinspielsieg in Westrhauderfehn traf Thorsten Lettau dreimal. Auch beim 3:1 im Rückspiel in Holtriem war er wieder an zwei Toren beteiligt. Foto: Damm
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Die Fehntjer stecken nach dem 1:3 beim Aufsteiger im Tabellenkeller fest. Die Partie hatte verschiedene Wendungen und zwei entscheidende Szenen Anfang der zweiten Halbzeit. Das sagen die Trainer.

Holtriem - In der Fußball-Bezirksliga wird die Luft für TuRa 07 Westrhauderfehn immer dünner. Am Gründonnerstag unterlag die Mannschaft von Trainer Rainer Sinnigen beim bis dato Tabellenletzten TuS Holtriem mit 1:3. Da der FC Norden gegen Middels zu einem 1:1-Unentschieden kam, rutschten die Fehntjer auf den Relegationsplatz ab. Holtriem ist nun Vorletzter und hat vier Punkte Rückstand auf Westrhauderfehn.

Spieldaten

Holtriem: Heyen; R. Wübenhorst, Eggers, Boden (91. Diekena), L. Wübbenhorst, Böning, Glanzer (46. T. Lettau), Til, Frerichs (89. Biermann), Rinjes, Lücken.

Westrhauderfehn: N. Marks, H. Meyer (57. Jajan), Weber, Bohlen, Jauken, Douwes (68. Diarrassouba), J. Meyer, Schulte, J. Marks (50. Kruth), Weßling, Mansholt (57. Sondag

Tore: 1:0 Eggers (11.), 1:1 Schulte (26.), 2:1 L. Wübbenhorst (51.), 2:1 T. Lettau (52.).

TuRa-Coach Rainer Sinnigen tat sich schwer, die zweite Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in Worte zu fassen. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist die Niederlage am Ende auch verdient. Wir waren in der ersten Hälfte gut im Spiel und hatten viel Ballbesitz. Holtriem geht dann mit der ersten Chance in Führung, wir kommen aber zurück und machen den Ausgleich. Dann kommst du aus der Pause und kriegst zwei in die Fresse. Dadurch haben wir den Faden komplett verloren“, so Sinnigen.

Herrliches Holtriemer Tor

Die Holtriemer hatten mit ihrem kleinen Kader und als Aufsteiger zuletzt leiden müssen, gegen die Spitzenteams Aurich und Großefehn jeweils 0:5 verloren. Und auch gegen TuRa musste der TuS in der ersten Halbzeit ein paar kribbelige Momente überstehen. „TuRa hat richtig Druck gemacht. Das hatten wir aber auch erwartet und auf Umschaltmomente gesetzt“, so Trainer Mario Friedrichs. Torwart Rico Heyen verhinderte mit einer Fußabwehr das frühe 0:1. Und der Gastgeber schlug auf der anderen Seite eiskalt zu. Nach einem langen Ball von Kim Böhling traf Torben Eggers mit einer Direktabnahme volley aus der Luft in den Torwinkel (11.). „Ein tolles Tor“, sagte Friedrichs.

Torben Eggers erzielte ein herrliches Tor für Holtriem. Foto: Steenhoff
Torben Eggers erzielte ein herrliches Tor für Holtriem. Foto: Steenhoff

TuRa blieb nach dem Rückstand bei sich und erspielte sich Chancen. Marcel Schulte wurde im Zentrum frei gespielt und traf aus 22 Metern zum 1:1 ins linke untere Eck (25.). Jonas Meyer lief aus halblinker Position auf Torwart Rico Heyen zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Timo Mansholt gelang dies aus aussichtsreicher Position auch nicht. Defensiv war TuRa anfällig, es ging aber mit einem Unentschieden in die Pause.

Und dann kam Lettau

Zur Halbzeit stellte der Gastgeber dann etwas um und wechselte Torjäger Thorsten Lettau ein, der beim Holtriemer 3:1-Sieg im Hinspiel alle TuS-Treffer erzielt hatte. Auch am Gründonnerstag sollte er nun zum TuRa-Schreck werden. Erst wurde er kurz vor dem Strafraum gefoult. Den fälligen Freistoß setzte Leon Wübbenhorst in zentraler Position an den Innenpfosten. Von dort sprang der Ball unhaltbar für Torwart Nils Marks zum 2:1 ins Netz (51.). Und nur eine Minute später schlug Lettau selbst zu. Sein erster Schussversuch wurde noch geblockt. Im Rückwärtsfallen brachte er dann noch einen Heber zustande, der per Bogenlampe ins Tor flog. „Ein typisches Thorsten-Lettau-Tor“, lobte Friedrichs seinen Angriff mit dem besonderen Torjäger-Gen.

Nils Marks verhinderte am Ende weitere Gegentreffer. Foto: Damm
Nils Marks verhinderte am Ende weitere Gegentreffer. Foto: Damm

TuRa war nun komplett aus dem Spiel. „Das waren Wirkungstreffer“, so Friedrichs, der gerne noch eine entspanntere Schlussphase gehabt hätte. Denn sein Team hatte bei diversen Kontern noch Chancen zum 4:1. Doch entweder man schoss am Tor vorbei oder scheiterte an Torwart Nils Marks. Für Westrhauderfehn hatte Felix Douwes noch zwei Möglichkeiten, ein Treffer fiel aber nicht mehr.

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