Heimatcheck  Wie Roland Averdung den Schwung in Papenburg erlebt

| | 22.04.2025 14:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Roland Averdung arbeitet als Eventmanager in Papenburg. Foto: Hellmers
Roland Averdung arbeitet als Eventmanager in Papenburg. Foto: Hellmers
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Die Landesgartenschau hat 2014 ein neues Lebensgefühl nach Papenburg gebracht. Auch das Leben von Roland Averdung wurde dadurch verändert. Ein Besuch in der Heimat der Meyer Werft.

Papenburg - Der Sommer, der in Papenburg viel veränderte, liegt nun schon elf Jahre zurück. Auch das Leben von Roland Averdung hat sich nach der Landesgartenschau im Jahr 2014 verändert – und die Fehnstadt mit all seinen Wieken ein Stück lebenswerter gemacht.

Das Museumsschiff Brigg „Friederike von Papenburg” liegt vor dem Papenburger Rathaus. Foto: Hellmers
Das Museumsschiff Brigg „Friederike von Papenburg” liegt vor dem Papenburger Rathaus. Foto: Hellmers

„Wir wollten den Gartenschau-Schwung unbedingt mitnehmen“, sagt Averdung. Damals war er noch Geschäftsführer in dem Modehaus am Hauptkanal, das sein Vater gegründet hatte. Averdung selbst organisierte schon damals als Vorsitzender der Kaufmannschaft Veranstaltungen wie etwa das Stadtfest.

Kurioser Fakt zu Papenburg

Der Name Papenburg kommt tatsächlich von einer Burg – der Papenburg. An jenem Platz stand viele Jahre später die Meyer Werft. Der Ort wurde zu klein für die großen Schiffe. Heute ist dort das Hotel zur Alten Werft. Die Werft ist seit den 1980ern an ihrem heutigen Standort an der Grenze zum Rheiderland und Westoverledingen.

Die Landesgartenschau brachte einige Veränderungen für Papenburg. Der Stadtpark wurde komplett saniert – ein neuer Mehrgenerationen-Spielplatz wurde gebaut, ein Baumwipfelpfad errichtet, neue Beete wurden eingelegt und viel Leben kam in die Stadt. Ein Beispiel: die Gratiskonzerte, bei denen meist Coverbands auftraten. „Die gibt es immer noch“, sagt Averdung. Während der Gartenschau haben andere solche Aktivitäten organisiert. Seit 2015 kümmert er sich um vieles davon selbst. Nachdem er das Modegeschäft Averdung aufgegeben hat, trat er eine neu geschaffene Stelle bei der Papenburg Marketing GmbH (kurz PMG) als Eventmanager an, die wird unter anderem vom Tourismusverein getragen. Außer der PMG kümmern sich noch weitere Gruppen um das Leben in der Stadt. Dazu zählt Papenburg Locals, eine Tochter der Stadtverwaltung.

Das Gut Altenkamp in Aschendorf ist auch für seinen Garten bekannt. Foto: Hellmers
Das Gut Altenkamp in Aschendorf ist auch für seinen Garten bekannt. Foto: Hellmers

Averdung lebt mit seiner Frau und drei Kindern am Untenende. „Hier können wir alles mit dem Fahrrad erreichen“, sagt Averdung. Auch die Nahversorgung sei gut – zwei Einkaufszentren sowie den Hauptkanal als Bummelmeile sind in der Nähe. Die Wege können aber trotzdem weit sein. Aufgrund der Fehnstruktur mit den vielen Wieken erstreckt sich die Stadt über 15,5 Kilometer. Am Obenende gibt es ein weiteres Stadtteilzentrum. Ein weiteres gibt es in Aschendorf. Vor der Gebietsreform der 1970er Jahre war der Stadtteil seit dem Mittelalter ein eigenständiger Ort, sogar mit einem eigenen Autokennzeichen ASD.

Foto-Hotspot in Papenburg

Vom Baumwipfelpfad hat man einen Überblick auf den Stadtpark. Foto: Hellmers
Vom Baumwipfelpfad hat man einen Überblick auf den Stadtpark. Foto: Hellmers

Der Stadtpark bietet nicht nur viel Grün und Platz zur Erholung, sondern auch einen Baumwipfelpfad. Von oben hat man einen herrlichen Blick über den Park bis zu Meyers Mühle.

Viel Natur gibt es unter anderem im Ortsteil Aschendorfermoor. Foto: Hellmers
Viel Natur gibt es unter anderem im Ortsteil Aschendorfermoor. Foto: Hellmers

Mit den Veranstaltungen soll auch das Zusammenleben der einzelnen Stadtteile, dazu zählen auch Dörfer wie Herbrum und Bokel gefördert werden. Der Konzertsommer macht beispielsweise Halt in den Stadtteilen.

Welches Unternehmen wirtschaftlich für die Fehnstadt steht, ist schwer zu übersehen: die Meyer Werft. In einigen Wieken liegen Nachbauten historischer Meyer-Schiffe, es gibt das Besucherzentrum der Werft, die Schiffsneubauten sind oft von Weitem sichtbar. Die Werft hat, auch in schwierigen Zeiten, Strahlkraft weit über die Stadt hinaus.

Der Heimatcheck Ostfriesland ist ein Gemeinschaftsprojekt ostfriesischer Verlage mit freundlicher Unterstützung der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse und der EWE AG. Wie zufrieden sind die Menschen in Ostfriesland mit ihren Städten und Gemeinden? Bis zum 27. April kann man unter www.heimatcheck-ostfriesland.de an der Umfrage teilnehmen.

Papenburg in Zahlen

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