Berlin Jetzt geht es um die Ministerposten: Welche Politiker für die Ämter gehandelt werden
Offiziell wollen Union und SPD noch darüber beraten, welcher Politiker welches Amt übernehmen soll. Doch es kursieren bereits einige Namen. Ein erster Überblick.
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD steht und auch die Verteilung der Kabinettsposten auf die einzelnen Parteien ist festgelegt worden. CDU-Chef Friedrich Merz will Kanzler werden, konkrete Namen seines Kabinetts sollen zwar erst in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden – es gibt jedoch erste Spekulationen.
Die CDU soll sechs Fachministerien bekommen. So geht das Außenministerium erstmals seit fast 60 Jahren wieder an ein Mitglied der Kanzlerpartei und der CDU. Außerdem bekommt die Partei die Ressorts Wirtschaft und Energie, Gesundheit sowie Bildung und Familie. Auch das Verkehrsministerium geht an die CDU.
Zudem soll es erstmals ein eigenes Digitalministerium geben, das ebenfalls von der CDU besetzt wird. Die CDU soll zudem den Kanzler sowie den Chef des Bundeskanzleramts stellen.
Im Gespräch für das Amt des Bundeswirtschaftsministers war zunächst CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Der Politiker erklärte jedoch überraschend, dass er kein Minister in der möglichen neuen Bundesregierung aus Union und SPD werden will.
Die CSU erhält drei Ressorts, darunter das mächtige Innenministerium, womit künftig auch die Ausgestaltung der Migrationspolitik weitgehend in CSU-Hand ist. Außerdem gehen das neu gestaltete Ministerium für Forschung und Raumfahrt sowie das Landwirtschaftsministerium an die CSU.
Die SPD soll sieben Ressorts erhalten. Das sind im einzelnen das Schlüsselressort Finanzen, das Verteidigungsministerium und das Ministerium für Arbeit und Soziales. Die Sozialdemokraten erhalten außerdem das Umweltministerium, das um den Bereich Klima ergänzt wird, das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz, das Entwicklungsministerium und das Bauministerium.