Hamburg Richtig Kompostieren: So verwandeln Sie Gartenabfälle in wertvollen Humus
Kompostieren ist eine altbewährte Methode, um aus Garten- und Küchenabfällen wertvollen Humus herzustellen. Und dafür braucht es neben dem richtigen Behälter und ein paar Handgriffen nur eins: Zeit. So klappt es.
In jedem Garten fallen Abfälle an – doch diese müssen nicht im Müll landen. Durch Kompostierung können Laub, Rasenschnitt und Küchenabfälle in nützlichen Humus verwandelt werden, der den Pflanzen im Garten zugutekommen kann. Doch wie funktioniert eigentlich richtiges kompostieren?
Zunächst benötigt es für die Kompostierung den richtigen Behälter. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle, die sich je nach Bedarf eignen. Die günstigste Option ist die offene Kompostmiete, bei der der Kompost direkt auf dem Boden aufgeschichtet wird. Sie ist gut für größere Gärten geeignet, allerdings weniger ästhetisch.
Lattenkomposter aus Holz sehen hingegen ansprechender aus und bieten zudem eine gute Belüftung. Dafür sind sie nicht so langlebig, da das Holz nach einiger Zeit verwittert. Die geruchsärmste Option ist ein Thermokomposter aus Kunststoff.
Dieser ist geschlossen und beschleunigt dadurch den Kompostierprozess – ist allerdings in der Anschaffung teurer. Wer lediglich Küchenabfälle kompostieren möchte, für den eignen sich sogenannte Wurmkisten, die auch auf den Balkon passen.
Für eine erfolgreiche Kompostierung ist es zunächst wichtig, den richtigen Standort für den Komposter zu wählen. Ein halbschattiger Platz im Garten ist ideal. Zudem sollte der Kompost direkten Bodenkontakt haben, damit Bodenorganismen in ihn eindringen und die Flüssigkeiten abfließen können.
Der Komposthaufen selbst wird dann im nächsten Schritt in verschiedenen Schichten angelegt. Starten sollte man dabei mit einer Schicht aus grobem Material wie Ästen oder Strauchschnitt. Das sorgt für die passende Belüftung von unten.
Darauf sollten abwechselnd Schichten aus kohlenstoffreichen Materialien – wie Laub, Stroh, Holzspäne, zerkleinertes Papier – und stickstoffreichen Materialien – wie Rasenschnitt, Gemüsereste, Kaffeesatz – folgen. Die einzelnen Schichten sollten nicht zu dick sein, etwa 10–20 cm.
Ab jetzt ist die richtige Feuchtigkeit entscheidend, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Der Kompost sollte ungefähr so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Ist er zu trocken, sollte er mit Wasser befeuchtet werden, ist er zu nass, müssen trockene Materialien hinzugefügt werden.
Wenn die erste Schicht des Komposthaufens abgesackt ist, sollte er umgesetzt werden. Das ist wichtig, für die Mikroorganismen, die den Kompostierungsprozess antreiben. Dabei sollten die unteren Schichten nach oben und die äußeren nach innen gebracht werden.
Das fertige Ergebnis erlangt man in der Regel nach einem Jahr. Dieses kann von unten aus dem Komposter entnommen werden, ist in der Regel dunkelbraun, krümelig und riecht erdig. Der Humus kann nun als Pflanzendünger genutzt werden.