Neue Ifo-Umfrage Trend zum Home-Office hat nicht nur Vorteile
Seit Corona ist das Home-Office in Deutschland auf dem Vormarsch – endlich, werden viele sagen. Es gibt viele Vorteile. Aber die Heimarbeit kann auch Probleme für Beschäftigte und Chefs bedeuten. Ein Kommentar.
Das Home-Office hat sich in Deutschland etabliert – zu diesem Schluss kommt das Münchner Ifo-Institut nach einer Umfrage. So hat die Corona-Pandemie, während der das Arbeiten von zu Hause erst zur Notwendigkeit und dann zur beliebten Alternative wurde, auch positive Folgen.
Schließlich liefert das Home-Office einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem fallen für Beschäftigte teils lange Anfahrtswege und -zeiten weg – was gerade auf dem Land, wo das Auto unverzichtbar ist, gut fürs Klima ist. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schonen so dank Home-Office ihr Portemonnaie und letztlich auch ihre Nerven.
All dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit der Heimarbeit auch Nachteile einhergehen – sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber: Unternehmen müssen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schlicht mehr vertrauen, wenn der direkte Zugriff im Büro fehlt – und leider wird dieses Vertrauen in einigen Fällen missbraucht, was wiederum zur Überwachung der Arbeitnehmer führen kann. Zudem riskieren Beschäftigte, dass bei ihnen die Trennung zwischen Job und Freizeit verloren geht. Wenn der Arbeitsplatz daheim ist, können sie dazu neigen, auch dann noch erreichbar zu sein oder etwas zu erledigen, wenn sie eigentlich den verdienten Feierabend genießen sollten.