Hoheellernschule in Leer  Sanierungsodyssee vor dem Abschluss

Jonas Bothe
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Von Jonas Bothe
| 19.03.2025 08:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Noch wird die Hoheellernschule in Leer saniert. Das wird sich aber bald ändern. Foto: Ortgies
Noch wird die Hoheellernschule in Leer saniert. Das wird sich aber bald ändern. Foto: Ortgies
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2016 war mit Sanierungsarbeiten in Klassenzimmern begonnen worden. Dann wurde Asbest gefunden. Es folgten diverse Verzögerungen. Jetzt ist ein Ende absehbar. Und auch an anderen Schulen tut sich was.

Leer - Es ist fast neun Jahre her, da rückten an der Leeraner Hoheellernschule erstmals die Handwerker an. Damals war eigentlich nur die Sanierung von Klassenräumen geplant. Doch es gab einige Überraschungen. Noch immer wird in der Grundschule in der Leeraner Oststadt gearbeitet. Doch jetzt ist offenbar ein Ende absehbar.

Damals – im Jahr 2016 – war bei der Sanierung der Klassenräume Asbest gefunden worden. „Hieraus resultierten die ersten Asbestsanierungsarbeiten und die nachfolgenden Arbeiten“, hatte die Stadt dieser Zeitung vor einem Jahr zusammenfassend mitgeteilt. Zusätzlich seien Wasserschäden hinzugekommen, ein Mehrbedarf an Räumen und „Änderungen der vorhandenen Raumaufteilung seitens der Schule“.

Asbest, mangelhafte Ausführung, Wasserschäden

Nach dem Beginn der Arbeiten folgten die Abschnitte Asbestsanierung Teil 1 (seit 2018), die Behebung eines großen Wasserschadens (2018) und die Asbestsanierung Teil 2 (seit 2020). Dass die Arbeiten dauern, liege an „Erschwernissen des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes, Mitarbeiterabgängen, mangelhaften Ausführungen, Zwischenfällen wie erneute Asbestfunde und Wasserschäden sowie den zusätzlichen Änderungen im Raumprogramm“, hatte die Stadtverwaltung vielsagend mitgeteilt. Man hatte sich auch vom Architekten getrennt.

Im Treppenhaus der Hoheellernschule ist der Bereich der Bauarbeiten abgetrennt. Foto: Bothe
Im Treppenhaus der Hoheellernschule ist der Bereich der Bauarbeiten abgetrennt. Foto: Bothe

Doch jetzt biegen die Sanierungsarbeiten auf die Zielgerade ein. Das berichtete Alexandra Abraham auf der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. Dort stellte sie die derzeitigen Arbeiten in allen Grundschulen der Stadt vor. In der Hoheellernschule ging es beispielsweise gerade noch um die Schlosserarbeiten im Treppenhaus 2. Diese sind am Geländer notwendig. Die Endmontage ist für Anfang April vorgesehen. Im Anschluss folgen hier Estricharbeiten.

Fertigstellung zum Schuljahresbeginn

Darüber hinaus werde an den Türen gearbeitet, die bis zum 3. Mai eingebaut werden sollen. Bis Ende Mai soll dann der Trockenbau in den ausgebauten Räumen im zweiten Obergeschoss erfolgt sein. Parallel wird dort an der Elektronik gearbeitet. Es folgen dann nur noch die Malerarbeiten und Möblierung.

„Und dann sind wir fertig?“, war die fast ungläubige Nachfrage eines Ausschussmitglieds. „Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, sind die Arbeiten zum Schuljahresbeginn fertig, ja“, antwortete Abraham.

Schulhof wird noch nicht geräumt

Doch die Container auf dem Schulhof werden dann wohl noch nicht verschwinden. „Es muss noch geklärt werden, ob die noch für die Sprachheilklassen gebraucht werden“, sagte die Stadtmitarbeiterin. Perspektivisch sollen diese in das Gebäude Hohellernweg 10a umziehen. Doch derzeit ist es noch vermietet. „Davon hängt auch der Startzeitpunkt für die notwendigen Umbauarbeiten ab“, sagte Stadtbaurat Jens Lüning. Das Mietverhältnis sei zwar zum Jahresende gekündigt worden, aber die Mieter hätten noch keine neue Bleibe gefunden. „Es wurde uns aber ein Auszug bis Mitte April zugesagt“, betonte Lüning.

An der Grundschule Logabirum werden Container für den Ganztagsbetrieb aufgestellt. Foto: Ortgies/Archiv
An der Grundschule Logabirum werden Container für den Ganztagsbetrieb aufgestellt. Foto: Ortgies/Archiv

Arbeiten auch an weiteren Schulen

Doch nicht nur an der Hoheellernschule wird derzeit gearbeitet. An der Grundschule Logabirum sollen in den Osterferien die Container für den im Sommer beginnenden Ganztagsbetrieb aufgestellt werden. Die notwendigen Erdarbeiten erfolgen bis Ende März. Im Mai folgen Pflasterabreiten und im Mai/Juni soll die Küche eingebaut werden. Neben der Mensa und den dazugehörigen Räumen entstehen im Obergeschoss der Containeranlage außerdem weitere Klassenräume.

Die Ludgerischule wird erweitert. Foto: Ortgies/Archiv
Die Ludgerischule wird erweitert. Foto: Ortgies/Archiv

An der Ludgerischule beginnt laut Abraham das Vergabeverfahren zur Vorbereitung und Durchführung der Erweiterung des Gebäudes zur Ganztagsschule.

In der Plytenbergschule laufen die Bauarbeiten. Foto: Ortgies/Archiv
In der Plytenbergschule laufen die Bauarbeiten. Foto: Ortgies/Archiv

Bereits seit längerem wird an der Plytenbergschule gearbeitet. Dort hatte Schulleiter Lutz Fiedler keinen Antrag auf Einrichtung zur Ganztagsschule für diesen Sommer gestellt, sondern erst für das folgende Jahr. Damit soll der Abschluss der Sanierungsarbeiten abgewartet werden. Diese sind derzeit im vollen Gange. So wurden die neuen Kellerwände betoniert und entsprechende Durchbrüche im Altbau gemacht. Die Elektroinstallation soll Ende März beginnen. Heizungs- und Sanitärarbeiten haben begonnen und die Ausschreibung der Mensageräte wird vorbereitet. Es stehen unter anderem noch Dachdeckerarbeiten und der Trockenbau an.

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