Lob und Frust beim Landesligisten  Germania Leer stand in Nordhorn kurz vor einer Überraschung

| | 15.03.2025 14:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Erhan Colak musste auch bei seinem Torschützen Roman Antonenko nach dem Spiel Aufbauarbeit leisten. Archivfoto: Doden/Emden
Erhan Colak musste auch bei seinem Torschützen Roman Antonenko nach dem Spiel Aufbauarbeit leisten. Archivfoto: Doden/Emden
Artikel teilen:

Das Schlusslicht unterlag beim Zweiten 1:2. Beide Gegentreffer fielen unglücklich, der entscheidende ganz besonders. Leer haderte mit einer Schiedsrichter-Entscheidung und dann mit sich selbst.

Nordhorn - Der VfL Germania Leer stand in der Fußball-Landesliga am Freitagabend, 14. März, kurz vor einer Überraschung. Das abgeschlagene Schlusslicht hatte beim Tabellenzweiten Vorwärts Nordhorn etwas Zählbares vor Augen, verlor am Ende aber mit 1:2. „Das war eine sehr unglückliche und aus meiner Sicht unverdiente Niederlage. Ich ziehe den Hut vor der Leistung der Mannschaft“, so Trainer Erhan Colak, der alle drei Kapitäne ersetzen musste. So führte Wintert-Neuzugang Eliel Pierre Delphonse die Leeraner an.

Spieldaten

Leer: Demhartner; Taneni, Charles, Delphonse, Isimaila, Nazari, Dreshaj, Fomychov (82. Berete), St. Louis, Jonjic, Antonenko.

Tore: 1:0 Hölscher (7.), 1:1 Antonenko (37.), 2:1 Olteanu (75.).

Der erste Angriff der „Tormaschinen“ der Liga führte direkt zum 1:0. Nach einer Flanke trat Jean Charles über den Ball, dann eilte Torwart Florian Demhartner laut Colak zu eifrig aus seinem Tor und Christopher Hölscher sagte mit einem Heber danke (7.). „Danach haben wir eigentlich nichts gefährliches zugelassen und auch mal Nadelstiche nach vorne gesetzt.“ Einer führte nach 37 Minuten zum 1:1. Einen 20-Meter-Kracher von Arlind Jonjic parierte Nordhorns Keeper noch, ehe Roman Antonenko abstaubte.

Ärger um Treffer zum 1:2

Auch nach dem Wechsel sei Nordhorn gegen defensiv gut aufgestellte Leeraner wenig eingefallen. „Wir haben das echt gut gemacht. Bis auf einige Verzweiflungsschüsse kam da nicht viel.“ Selbst haderte er bei zwei vielversprechenden Kontern mit der letzten Konsequenz bei den Aktionen. Dann kam laut Colak die „Schlüsselszene“. Wie Colak berichtet, stand bei einem Pass von Leers Zolfaqhar Nazari der Schiedsrichter versehentlich im Weg – so wie es mal vorkommt. Der Schiedsrichter habe weiterlaufen lassen statt des üblichen Schiedsrichterballs, da Nazari noch an den Ball kam. „Aber nicht mehr so kontrolliert. Der Gegner kam auch sofort, Nazari foulte und es gab dann Freistoß für Nordhorn. Aus unserer Sicht hätte das Spiel mit dem Schiedsrichterball für uns fortgesetzt werden müssen.“

Nach dem folgenden Freistoß aus 30 Metern lag der Ball dann zur Überraschung aller im Germania-Netz, Leers Keeper machte dabei keine gute Figur. In der Schlussphase sah Leer Jean Charles noch Gelb-Rot (88.). Beide Karten erhielten er für „Meckern“.

Ähnliche Artikel