Resolution beschlossen Gemeinden im Kreis Leer gegen höhere Umlage
Dem Kreistag Leer liegt der Vorschlag vor, die Kreisumlage für 2025 zu erhöhen. Dagegen haben sich die Gemeinden Hesel und Moormerland offen ausgesprochen.
Hesel / Moormerland - Der Gemeinderat Hesel hat am Donnerstag (13. März 2025) einstimmig eine Resolution zur Kreisumlage beschlossen. Der Kreistag Leer wird aufgefordert, die höhere Beteiligung der Städte und Gemeinden an den Kreisfinanzen nicht zu beschließen. Der Kreistag stimmt an diesem Montag über den Haushalt und die Umlage ab.
Der Beschlussvorlage von der Verwaltung sieht eine Anhebung der Kreisumlage, die Städte und Gemeinden an den Landkreis zahlen, von 52 auf 56 Prozent zu erhöhen. Im Haushalt des Landkreises klafft eine Lücke von rund 25 Millionen Euro, zu deren Ausgleich die höhere Kreisumlage genutzt werden soll.
Verweis auf ausreichende Rücklage
Hesel führt als Argument gegen die Erhöhung die Überschussrücklagen des Landkreises an. Diese seien ausreichend hoch, dass eine höhere Kreisumlage nicht erforderlich sei. Dagegen würde die höhere Kreisumlage dazu führen, dass man selbst die Grundsteuer erhöhen müsste. Leidtragende seien die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.
Mit dem gleichen Verweis auf die Rücklage aus „guten Jahren“ des Landkreises forderte Hendrik Schulz, Bürgermeister von Moormerland, in der dortigen Ratssitzung ebenfalls am Donnerstag die Kreistagsmitglieder seiner Gemeinde auf, der Erhöhung nicht zuzustimmen. Die Kreistagssitzung beginnt am 17. März 2025 um 17 Uhr im Sitzungssaal im Mariko in der Bergmannstraße. Die Sitzung ist öffentlich.