Berlin  Virus-Saison noch nicht vorbei: Diese Erreger machen Deutschland weiter krank

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 07.03.2025 18:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Deutschland im Krankheitsmodus: Atemwegserkrankungen sind erneut auf dem Vormarsch. Foto: IMAGO/Dmitrii Marchenko
Deutschland im Krankheitsmodus: Atemwegserkrankungen sind erneut auf dem Vormarsch. Foto: IMAGO/Dmitrii Marchenko
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Flacht die Grippewelle ab? Trotz zwei Millionen Erkrankten deutet der Trend auf einen Rückgang hin. Doch nicht alle Infektionen lassen nach – bei Atemwegserkrankungen gibt es sogar einen Anstieg. Die aktuelle Lage im Überblick.

Der Höhepunkt der Grippewelle in Deutschland ist möglicherweise überschritten. Aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) deuten auf einen Rückgang hin – allerdings kommt es weiterhin zu zahlreichen Krankheitsfällen. Wie das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht angibt, ist bei den grippeähnlichen Erkrankungen die Inzidenz – also die Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner, die neu erkrankt sind – in der vergangenen Woche gesunken. Sie lag demnach bei rund 2400 Fällen pro 100.000 Einwohnern – nach 2700 in der Woche zuvor. Insgesamt erkrankten in Deutschland demnach rund zwei Millionen Menschen.

Einen Rückgang verzeichnete das RKI bei der Anzahl der wegen Grippe ins Krankenhaus eingelieferten Fälle. Die Rate der durch Influenzaviren verursachten schweren Krankheitsverläufe stabilisierte sich. Konkrete Zahlen zu Hospitalisierungen und Todesfällen sind im aktuellen Bericht des RKI nicht gesondert ausgewiesen.

Die Grippeaktivität bleibt allerdings weiter hoch. Das RKI meldet, dass vor allem Rhino-/Enteroviren, Influenzaviren, Respiratorische Synzytialviren (RSV) und humane saisonale Coronaviren im Umlauf sind.

Bei akuten Atemwegserkrankungen war eine Zunahme zu beobachten. Die Inzidenz erhöhte sich von 7700 auf 8100 Fälle pro 100.000 Einwohner. Besonders betroffen waren Schulkinder (5 bis 14 Jahre) und Erwachsene bis 59 Jahre, während die Fallzahlen bei jüngeren Kindern und älteren Erwachsenen stabil blieben oder zurückgingen.

Hinsichtlich Covid-19 blieben die Zahlen mit rund 100 Fällen pro 100.000 Einwohner vergleichbar mit denen der Vorwoche. Das Abwassermonitoring für Sars-CoV-2 zeigte jedoch einen kontinuierlichen Rückgang der Viruslast an.

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