Berlin  Bundestagswahl 2025: So haben junge und alte Wähler abgestimmt

Svana Kühn
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Von Svana Kühn
| 24.02.2025 11:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ältere Bundesbürger machen die größte Wählergruppe aus - und tendieren zur politischen Mitte. Foto: dpa/Heiko Rebsch
Ältere Bundesbürger machen die größte Wählergruppe aus - und tendieren zur politischen Mitte. Foto: dpa/Heiko Rebsch
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Wenn es nur nach den jungen Wählern ginge, wäre die Linke die mit Abstand stärkste Kraft. Bei den alten kommen sie gerade einmal auf 5 Prozent. Diese Auffälligkeiten zeigen sich in der Altersstruktur der Wähler.

Deutschland hat gewählt – und sich mehrheitlich für die Union entschieden. Nach dem Bruch der Ampel-Koalition ist sie nach vorläufigem Ergebnis mit 28,5 Prozent klar stärkste Kraft geworden und hat damit den Auftrag zur Regierungsbildung. SPD und Grüne wurden abgestraft: Die Sozialdemokraten kommen nach der Bundestagswahl auf 16,4 Prozent und die Grünen auf 11,6 Prozent. Die FDP und das BSW haben es gar nicht erst ins Parlament geschafft.

Profilieren konnten sich vor allem die Parteien an den politischen Rändern: Sowohl die AfD als auch die Linke fuhren hohe Gewinne ein. Zu diesem Ergebnis beigetragen haben vornehmlich die jungen Wähler, die zunehmend extreme Positionen unterstützen. Die Linke wurde bei den Jungen sogar stärkste Kraft. Laut Infratest dimap stimmten nach den vorläufigen Ergebnissen 25 Prozent der Unter-25-Jährigen für die Linkspartei, 21 Prozent für die AfD. Die Union folgt mit 13 Prozent auf Platz drei.

Bei der Bundestagswahl 2021 waren es noch die FDP und die Grünen, die besonders gut bei den jungen Wählern unter 25 Jahren abschnitten: Die FDP kam vor dreieinhalb Jahren auf 21 Prozent, die Grünen auf 23 Prozent. Nun fielen die Grünen auf 10 Prozent, die FDP auf 5 Prozent ab. Eine Entwicklung, die sich schon bei der Europawahl im vergangenen Jahr angedeutet hatte.

Insgesamt machen die jungen Wähler aber nur einen kleinen Teil der Wahlberechtigten aus. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind mittlerweile fast 60 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland über 50 Jahre alt.

Die älteren Wähler tendierten eher zur politischen Mitte: 37 Prozent der Wähler über 60 Jahre stimmten für die Union, gefolgt von der SPD mit 23 Prozent. Die AfD schnitt bei den älteren Wählern vergleichsweise schlecht ab: Nur 15 Prozent der über 60-Jährigen setzten ihr Kreuz bei der Weidel-Partei.

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