Neues beim DRK Rettungsdienst im Kreis Leer – Pläne für bessere Einsatzzeiten
Die Einwohner im Landkreis Leer können im Notfall auf schnelle Hilfe vertrauen. Der Rettungsdienst des DRK plant aber Veränderungen. Davon ist das Rheiderland betroffen.
Leer - Neue Fahrzeuge für den Rettungsdienst, gute Werte bei den Anfahrtszeiten und Planung für Verbesserungen – davon berichtete Markus Wucherpfennig, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes in einer Ausschusssitzung beim Landkreis Leer. Die Zahl der Einsätze habe im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht: Mit 30.759 Fahrten waren es knapp 2000 mehr als im Jahr zuvor.
Fast genauso viele Einsätze hatten die Sanitäter des DRK jedoch 2022 auch schon gehabt. Dagegen rückt bei weniger Fahrten als früher der Notarzt parallel aus. Das führt Wucherpfennig auf die bessere Fortbildung seiner Mitarbeiter zu Notfallsanitätern zurück. Dank dieser sei die Beteiligung eines Notarztes nicht mehr so oft vonnöten.
Neue Wachen für Weener und Bunderhee in Planung
Beim DRK wurden drei neue Fahrzeuge in den Dienst übernommen, die über bessere Ausstattung verfügen. Das DRK will den Angaben zufolge aber auch in neue Gebäude investieren. Wucherpfennig kündigte neue Rettungswachen für Bunderhee und Weener an. Details dazu nannte er nicht, aber eine Bauvoranfrage sei bereits gestellt worden. „Es soll gebaut werden“, sagte er vor den Mitgliedern des Ausschusses für Feuerschutz, Rettungswesen und Katastrophenschutz.
Neue Fahrzeuge kommen in Hesel (ein Notfallkrankenwagen), Rhauderfehn (ein Notfallkrankenwagen), Leer (drei Krankentransportwagen und ein Notfallkrankenwagen) sowie in Weener (ein Mehrzweckfahrzeug) zum Einsatz. Da in Hesel derzeit noch nicht genügend Platz ist, wird der Notfallkrankenwagen vorübergehend in Leer stehen. In einigen der neuen Fahrzeuge ist neben dem Liegendtransport von Patienten auch ein Transport im Sitzen möglich, sagte Wucherpfennig.
Hilfsfrist wird weitgehend erfüllt
Wer im Landkreis Leer einen Notfall hat, kann darauf vertrauen, schnell Hilfe zu bekommen. Denn die gesetzlich verlangte Hilfsfrist von 15 Minuten, die in 95 Prozent aller Einsätze erreicht werden muss, kann der Rettungsdienst des DRK im Kreisgebiet fast erfüllen. Unterschritten wird die Quote nach den Angaben Wucherpfennigs jedoch deutlich in Bunderhammrich (89 Prozent) – dort soll die geplante Wache helfen. In Bunde wurde bereits eine neue Wache in Betrieb genommen. Die höchste Quote erzielte der Rettungsdienst auf Borkum mit 97,5 Prozent.
In Leer konnte die geforderte Hilfsfrist im vergangenen Jahr nur zu 92,7 Prozent erreicht werden – das wird unter anderem auf Straßensperrungen zurückgeführt, wegen denen Umwege gefahren werden mussten. In Leer ist ebenfalls eine neue Rettungswache in Planung. Hierzu teilte der Landkreis jetzt mit, dass die Verwaltung von der Politik beauftragt wurde, den Bau der Rettungswache an der Ringstraße in Leer zu planen und die Realisierung vorzubereiten. Es liefen derzeit die erforderlichen Planungen und Prüfungen.