Kandidaten im Wahlkreis Unterems Sie möchte die Gesetzgebung gestalten und für Menschen da sein
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17.02.2025 17:28 Uhr
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Gitta Connemann wohnt in Hesel und kandidiert erneut für den Deutschen Bundestag. Foto: Ortgies
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Sechs Frauen und Männer bewerben sich bei der Bundestagswahl um das Direktmandat im Wahlkreis 25 Unterems. Sie beantworteten dieser Zeitung drei Fragen. Dieses Mal: Gitta Connemann, CDU.
Leer/Hesel - Gitta Connemann möchte erneut für die CDU in den Bundestag einziehen. Die 60-Jährige kandidiert im Wahlkreis 25 Unterems.
Das bin ich
60 Jahre, Bauernkind, verheiratet, Verkäuferin, Volljuristin, Politikerin aus Leidenschaft. Inzwischen bin ich Teilzeit-Berlinerin und Wahl-Emsländerin. Aber meine Heimat ist und bleibt Ostfriesland. Hier bin ich zu Hause. Im Forsthaus in Hesel und in der Küche bei Mama auf unserem Hof in Holtland fühle ich mich geborgen. Egal, was der Kalender sagt: Zeit für eine Gassiradfahrt mit unserer Hündin Daika nehme ich mir einfach. Und sonst? Bin ich Bücherwurm, Schuh- und Musikliebhaberin, singe für mein Leben gern und kann bei Shopping Queen nicht widerstehen. Zur Ruhe komme ich im Wald und beim Blick auf das Wasser. Kraft geben mir mein Mann, meine Familie und Freunde, mein Team. Sie müssen vieles mittragen. Wir bilden eine Art Schicksalsgemeinschaft. Ich bin für diese Liebe, Freundschaft und Unterstützung zutiefst dankbar.
So kam ich in die Politik
Es gab ein Schlüsselergebnis - nämlich einen Streit mit unserem Vater. Er engagierte sich im Gemeinderat Holtland. Über einen Beschluss ärgerte ich mich schwarz. Aber unser Vater ließ sich nicht beeindrucken: „Wenn Du etwas ändern willst, dann lass Dich wählen.“ Wo er Recht hatte, hatte er Recht. Ich kandidierte 1996 für den Samtgemeinderat - mit ihm gemeinsam. An seiner Seite lernte ich das Rüstzeug, von dem ich bis heute profitiere. Übrigens auch: Sich zu kümmern, dranzubleiben, hartnäckig zu sein, sich nicht bange machen zu lassen. Ich werde nie vergessen, wie ich das erste Mal den Bundestag als neue Abgeordnete betrat. Das war ein Gänsehautmoment. Allerdings verlief ich mich dann auch gleich in den unterirdischen Korridoren. Ich musste mehr als einmal im Büro meines Vorgängers Rudolf Seiters anrufen und mir den Weg erklären lassen.
Dafür stehe ich
Seit 2009 findet sich auf jedem Plakat mein Leitsatz „Sie kümmert sich.“ Diesen eigenen Weg gehe ich bis heute. Für mich ist die Politik nämlich kein Beruf, sondern eine Berufung. Auf der einen Seite kann ich in Berlin Gesetzgebung gestalten. Auf der anderen Seite darf ich Anwältin für die Menschen vor Ort sein. Die Begegnungen mit diesen erfüllt mich. Das würde ich auch gerne weiterhin für unsere Heimat tun. Mein persönliches Wahlprogramm kann ich nicht in 850 Zeichen vorstellen. Denn es wären nur Schlagworte. Diese bringen nicht weiter. Im Gegenteil. Worthülsen, Zuspitzungen, Verbalkeulen kosten Vertrauen in die Politik. Immer mehr Menschen wenden sich von uns Politikern und Parteien ab. Und am Ende von der Demokratie. Das ist meine größte Sorge. Deshalb verspreche ich nichts. Aber ich sage zu, mich zu kümmern.