Bundestagswahl 2025  So wählte Ostfriesland in der Vergangenheit

| | 16.02.2025 15:03 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wie hat Ostfriesland bei der Bundestagswahl 2021 abgestimmt? Und welche Besonderheiten geben die Zahlen über die Rolle der Parteien für die Region aus? Symbolfoto: DPA
Wie hat Ostfriesland bei der Bundestagswahl 2021 abgestimmt? Und welche Besonderheiten geben die Zahlen über die Rolle der Parteien für die Region aus? Symbolfoto: DPA
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In wenigen Tagen wird ein neuer Bundestag gewählt. Aber wie hat Ostfriesland in der Vergangenheit gewählt?

Ostfriesland - In einer Woche geben auch die Ostfriesen ihre Stimme zur Bundestagswahl ab. Wir haben uns angesehen, wie die Region in der Vergangenheit gewählt hat und die Daten in verschiedenen Diagrammen und Karten aufbereitet.

Erst- und Zweitstimmen: Verluste und Gewinne bei der Bundestagswahl 2021

Den höchsten Erststimmenanteil aller in den 299 Wahlkreisen direkt gewählten Abgeordneten erreichte bei der Bundestagswahl am 26. September 2021: der SPD-Abgeordnete Johann Saathoff aus dem Wahlkreis Aurich – Emden. Er erhielt 52,8 Prozent der Erststimmen. Er war zugleich der einzige Abgeordnete, der in seinem Wahlkreis mehr als 50 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen konnte.




Aber es gibt noch mehr Besonderheiten rund um die vergangene Bundestagswahl. Die Wahlleiter werten im Nachgang jeder Wahl Besonderheiten für einzelne Parteien aus. Folgendes kam dabei für die ostfriesischen Wahlkreise mit Blick auf Niedersachsen heraus:

Ostfriesland blieb 2021 ihrem Ruf als SPD Hochburg treu. Die Sozialdemokraten erhielten im Wahlkreis 24 (Aurich-Emden) mit 43,3 Prozent die höchsten Zweitstimmen in ganz Niedersachsen. Auf Platz 2 mit 38,0 Prozent folgt der Wahlkreis 26 (Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund).

Der Wahlkreis 25 (Unterems) ist bei der SPD nur auf Platz 14 der höchsten Zweitstimmen, dafür aber auf Platz 3, wenn es um die höchsten Zweitstimmanteile für die CDU geht. 29,9 Prozent gab es im Wahlkreis von Gitta Connemann. Besser schnitt die CDU landesweit nur in den Wahlkreisen Mittelems und Cloppenburg-Vechta ab. Fast in die Top 10 schaffte es Ostfriesland bei der „geringsten Abnahme“ an Stimmen für die CDU: Ein Minus von 10,3 Prozent brachte den Wahlkreis 24 (Aurich-Emden ) auf Platz 11.

Die Wahlkreise Aurich-Emden, Unterems und Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund gehören zu den Wahlkreisen mit den höchsten Stimmanteilen für die AfD in Niedersachsen. 8,2 Prozent gab es, damit liegen die Wahlkreise auf Platz 8 bis 10.




Anmerkung: In der ersten Version wurden in den Grafiken zur Veränderung der Stimmen leider falsche Werte angegeben. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

So wählte Ostfriesland, geographische Übersicht




Die höchsten Stimmanteile für die Grünen gab es bei der vergangenen Bundestagswahl in Ostfriesland im Wahlkreis 24 (Aurich-Emden). 13 Prozent gab es hier bei den Zweitstimmen. In Ostfriesland am schwächsten waren die Grünen im Wahlkreis Unterems mit 10,7 Prozent der Zweitstimmen.

Auf Platz 9 bei den höchsten Stimmanteilen für Die Linke findet sich der Wahlkreis Aurich-Emden bei der Wahl 2021. 3,4 Prozent – am schlechtesten schnitt die Partei im Wahlkreis Unterems ab mit 2,7 Prozent der Stimmen.

So schnitten die Parteien in den Gemeinden ab, geographische Übersicht

Platz 3 belegt der Wahlkreis Unterems landesweit, wenn es um den größten Stimmzuwachs bei der Bundestagswahl 2021 geht – zumindest mit Blick auf die FDP. Die Liberalen konnten hier 2,3 Prozentpunkte mehr als 2017 holen. Im Wahlkreis Aurich-Emden war die Zunahme mit 1,8 Prozent am geringsten.

Die AfD hatte 2021 im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Unterems die geringste Abnahme an Stimmen – nur 0,2 Prozent weniger gab es. Im Wahlkreis 26 hingegen gab es die größte Abnahme in ganz Niedersachsen mit 0,9 Prozentpunkten weniger.




Sollten Sie in den Grafiken Fehler feststellen, freuen wir uns über einen entsprechenden Hinweis.

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