Abordnung der Feuerwehr kommt  Frithjof Hunecke feiert seinen 85. Geburtstag

Holger Weers
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Von Holger Weers
| 16.02.2025 09:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im Pflegeheim des Evangelischen Seniorenzentrums Rhaudermoor (Ancora-Ring) hat Frithjof Hunecke ein eigenes Zimmer. Der ehemalige Feuerwehrmann und Lokalpolitiker feiert morgen seinen 85. Geburtstag. Foto: Weers
Im Pflegeheim des Evangelischen Seniorenzentrums Rhaudermoor (Ancora-Ring) hat Frithjof Hunecke ein eigenes Zimmer. Der ehemalige Feuerwehrmann und Lokalpolitiker feiert morgen seinen 85. Geburtstag. Foto: Weers
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Der ehemalige Bezirksschornsteinfegermeister und Lokalpolitiker Frithjof Hunecke feiert heute seinen 85. Geburtstag. Anlässlich dieses Ehrentages schaut er zurück auf sein bisheriges Leben.

Rhauderfehn - Er war schon in vielen Häusern der Gemeinde Rhauderfehn zu Gast. Dort hat er Schornsteine und Heizungsanlagen inspiziert und kontrolliert. Daher dürften ihn noch viele Einwohner kennen. Aber auch im Feuerwehrwesen und in der Lokalpolitik machte er sich einen Namen. Die Rede ist vom ehemaligen Bezirksschornsteinfegermeister Frithjof Hunecke, der am heutigen Sonntag, 16. Februar 2025, im Kreise seiner Familie und Bekannten seinen 85. Geburtstag feiern will. Zur Familie gehören neben vier Kindern auch fünf Enkel und sieben Urenkel.

Kehrbezirk in Rhauderfehn und Freiwillige Feuerwehr in Westrhauderfehn

Am 16. Februar 1940 erblickte Hunecke in Bremen das Licht der Welt. „Groß geworden bin ich in Bielefeld. Dann zog unsere Familie nach Elisabethfehn, wo mein Vater eine Anstellung in der dortigen Torfkoksfabrik fand“, berichtet Hunecke aus seiner Vergangenheit. Er selbst erlernte den Beruf als Schornsteinfeger. „Um die Meisterprüfung zu erlangen, musste ich allerdings Mitglied einer Feuerwehr sein. Ich wollte daher in die Holterfehner Feuerwehr eintreten, doch die hatten keinen freien Platz für mich. Mein damaliger Chef, der auch stellvertretender Kreisbrandmeister war, gab mir den Tipp, mich in Potshausen zu bewerben. Die Wehr befand sich damals im Aufbau“, so Hunecke.

Am 2. Januar 1968 trat er in die dortige Wehr ein. Auch die Meisterprüfung seiner Zunft legte er ab. Doch was ihm zu seinem Glück fehlte, war ein eigener Kehrbezirk. Im Jahr 1972 erhielt er endlich den ersehnten eigenen Kehrbezirk, in Westrhauderfehn und Umgebung. Es folgte zudem nicht nur ein Umzug mit Hausbau in Rhauderfehn, sondern auch ein Wechsel in die Freiwillige Feuerwehr Westrhauderfehn. Den Kehrbezirk führte er als Bezirksschornsteinfegermeister bis zum 31. Dezember 2004. „Die Jungs, die bei mir gelernt haben, haben heute alle einen eigenen Kehrbezirk. Das waren sieben Mann, die auch alle die Meisterprüfung gemacht haben“, berichtet Hunecke nicht ohne Stolz.

Zur Feier des 85. Geburtstags hat sich auch Feuerwehr angekündigt

Nach dem Tod seiner Frau erkrankte Frithjof Hunecke selbst und sitzt seither im Rollstuhl. „Ich habe dann selbst den Entschluss gefasst, das Haus zu verkaufen. Der Erlös aus dem Verkauf wurde durch fünf, mich und meine vier Kinder, geteilt. Zudem habe ich selbst beschlossen, das ich ins Altersheim will“, sagt Hunecke. Seit zwei Jahren ist er Bewohner des Pflegeheims Evangelisches Seniorenzentrum in Rhaudermoor (Ancora-Ring). „Ich bin bestens versorgt und fühle mich richtig wohl hier“, sagt Hunecke. „In die Politik wollte ich eigentlich gar nicht. Doch auch hier war ich 20 Jahre Mitglied im Gemeinderat“, sagt der Rentner weiter.

Vor wenigen Tagen wurde Frithjof Hunecke von der Freiwilligen Feuerwehr Westrhauderfehn für 60-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einem Präsentkorb geehrt. „Einen Tag vor meinen Geburtstag will eine Abordnung der Feuerwehr mich besuchen und mir das Feuerwehrlied vorsingen“, freut sich Hunecke schon darauf. „Ich war gerne Feuerwehrmann. Das hat mir immer Spaß gemacht“, denkt Hunecke gerne an alte Zeiten zurück.

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