Eigentümer gibt Auskunft Teile der ADO-Hallen in Aschendorf werden abgerissen
Seit einigen Tagen sind Abrissbagger an den früheren ADO-Hallen in Aschendorf aktiv. Der Eigentümer Ralf Schulte aus Haselünne erklärt, was der Grund für den Abriss ist und wie es danach weitergeht.
Aschendorf - Den Aschendorfern wird es nicht verborgen geblieben sein: An den früheren ADO-Hallen tut sich etwas. Mit Baggern wird ein Teil des weitläufigen Gebäudekomplexes abgerissen. Seit Herbst 2023 ist Ralf Schulte, der in Haselünne ein Bauunternehmen betreibt, Eigentümer eines Teils der früheren ADO-Hallen in Aschendorf. Er kaufte seinerzeit eine etwa 75.000 Quadratmeter große Fläche, wovon etwas mehr als 40.000 Quadratmeter mit Produktions- und Lagerhallen sowie Büros bebaut waren. Das Areal befindet sich (von der Hüntestraße aus gesehen) rechts von der Werkstraße.
Einige Wochen später stellte Schulte Pläne vor, wie er aus dem Areal ein Logistikzentrum unter dem Namen „Hüntepark“ entstehen lassen will. Der Name ist angelehnt an die Hüntestraße, die an den Hallen vorbei führt.
Dach mit ist mit Asbest belastet
Diese Pläne werden nun schrittweise Wirklichkeit. Denn seit wenigen Tagen sind Abrissbagger auf der Fläche von Schulte zu sehen. Sie verwandeln das frühere Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Teile der früheren Produktions- und Lagerhallen des einstigen Gardinenherstellers („Die mit der Goldkante“) in Schutt.
„Entkernt werden die Hallen bereits seit gut einem Jahr“, sagt Niklas Schulte, Sohn des Firmenchefs Ralf Schulte und verantwortlich für die Rückbauarbeiten. Nachdem Metalle, Holz oder Kabel entfernt wurden, stand die komplizierteste Aufgabe an: Das Dach bestand zu großen Teilen aus Asbest-Wellplatten. Sie wurden per Hand und über Hubwagen entfernt, in Säcke verpackt und zur Sondermüll-Deponie gebracht. Erst, als nur noch das Betongerippe stand, konnten nun die Abrissbagger loslegen. Ausgeführt werden die Abbrucharbeiten von der Firma Einhaus aus Geeste, die seit Januar 2024 zur Schulte-Gruppe gehört. Sie sollen nach den Worten von Niklas Schulte bis April abgeschlossen sein.
Etwa zwei Drittel der Hallen bleibt erhalten
Nach Angaben von Stefan Kleimann, Geschäftsführer bei Schulte und Projektleiter, werden knapp 15.000 Quadratmeter Hallenfläche abgerissen. Deren Substanz sei schlecht gewesen, eine Sanierung unwirtschaftlich. Unter anderem passte die Höhe der Hallen nicht zu den heutigen Ansprüchen von Logistikern und Spediteuren. Sie stammten teilweise aus den 1950er Jahren. Unter Denkmalschutz standen sie nicht. Gleiches gelte für das frühere Büro- und Verwaltungsgebäude.
Wie die Fläche, die zunächst frei bleibt, künftig genutzt wird, steht nach den Worten des 42-Jährigen noch nicht fest und hängt von den künftigen Mietern ab. Interessenten gebe es bereits.
Teil der Hallenflächen bleiben erhalten
Etwa 25.000 Quadratmeter Hallenfläche indes bleiben erhalten und umfangreich ertüchtigt. Dazu gehört vor allem der Brandschutz. „Wir haben so gut wie alles erneuert“, sagt der Diplom-Ingenieur. Neben neuen Brandschutztoren und -türen seien Sprinkler installiert worden und eine moderne Brandmeldeanlage, die mit der Feuerwehr beziehungsweise Rettungsleitstelle verbunden sei.
Alleine für den Brandschutz seien gut drei Millionen Euro investiert worden. Die Arbeiten waren Grundvoraussetzung für die Nutzungsänderung weg von einer Produktionsfläche hin zu einem Logistikpark.
Neues Logo wird bald an einem Pylon zu sehen sein
Im nächsten Schritt erfolgt noch die Neugestaltung der Fassade, um eine moderne Optik zu erhalten. Etwa 10.000 Quadratmeter der Hallenfläche sind Kleymann zufolge bereits vermietet. „Ankermieter“ bleiben die Firma Emons Spedition und Logistik und die Demir Food GmbH (Lebensmittel-Groß- und Einzelhandel).
Es gibt inzwischen auch ein Logo für den „Hüntepark“, das bald an einem 15 Meter hohen Pylon vor dem Gebäude zu sehen sein wird. Aufgebaut wird in Kürze überdies ein neuer Zaun, der den Hallenkomplex umgeben wird, um ihn vor Vandalismus und Diebstahl zu schützen.