Berlin  Burnout erkennen: Diese Symptome sollten Sie nicht ignorieren

Laurena Lynn Erdmann
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Von Laurena Lynn Erdmann
| 04.02.2025 10:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Burnout-Betroffene sehnen sich nach der Anerkennung am Arbeitsplatz. Foto: IMAGO/Shotshop
Burnout-Betroffene sehnen sich nach der Anerkennung am Arbeitsplatz. Foto: IMAGO/Shotshop
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Burnout kann jeden treffen. Die Schwierigkeit besteht darin, einen Burnout zu erkennen, denn es gibt mehr als 130 Anzeichen. Hier erfahren Sie die typischen Symptome und wie Ihnen geholfen werden kann.

Immer mehr Menschen leiden in Deutschland unter einem Burnout. Betroffene fühlen sich überanstrengt und abgeschlagen. Warnsignale des Körpers fallen ihnen meist zu spät auf.

Die "Schön-Klinik" erklärt, wie es zu einem Burnout kommt, welche Symptome es gibt und wie Sie sich behandeln lassen können.

Burnout kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Es gibt nicht den einen Auslöser, viel eher ist es ein Zusammenspiel aus verschiedenen Umständen. Besonders entscheidend ist der eigene Leistungsgedanke bei der Arbeit sowie im Alltag. Betroffene haben hohe Ansprüche an sich selbst und sehnen sich nach Anerkennung. Dabei achten Sie wenig auf ihre eigenen persönlichen Grenzen. Eine starke Arbeitsbelastung und wenig Zeit für sich selbst können Mitauslöser sein.

Erschöpfung, die einen kurzen Zeitraum anhält, ist noch kein Burnout. Ab sechs Monate voller Erschöpfung, von der kein Ende zu erwarten ist, kann man von einem Burnout-Syndrom sprechen, berichten die auf Burnout-Behandlung spezialisierten Oberberg-Kliniken .

Viele Anzeichen können auf einen Burnout hinweisen. Wenn mehrere Symptome auf Sie zu treffen, sollten Sie einen Arzt kontaktieren.

Leiden Sie oft an Erschöpfung, Energiemangel, ständiger Müdigkeit und schwächerer Leistungsfähigkeit? Fällt es Ihnen schwer, Entscheidungen zu treffen? Weitere Signale sind Konzentrations- und Gedächtnisprobleme und mangelnde Fantasiefähigkeit.

Körperliche Beschwerden können Erkältungen, Muskelverspannungen, Engegefühl in der Brust, Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen sein. Ebenso typisch sind Schwitzen, sexuelle Probleme und Atembeschwerden.

Ein Anzeichen bei vielen Erkrankten sind auch Beziehungsprobleme mit Freunden und in der Familie sowie eine gewisse Gleichgültigkeit. Häufig beginnen sie auch zu weinen oder fühlen sich ruhelos.

Auch hier gilt, dass die Symptome länger auftreten müssen, damit es sich um einen Burnout handelt.

Außerdem können bestimmte Persönlichkeitsmerkmale ein erhöhtes Risiko für Burnout darstellen: Perfektionisten sind eher gefährdet. Sie kämpfen sehr damit, wenn sie Fehler machen und haben den Anspruch an sich selbst, ihre Aufgaben perfekt auszuführen. Auch Menschen, die sich selbst wenig zutrauen und sich geringschätzen, leiden relativ häufig am Burnout-Syndromen.

Schwierig ist es auch für harmoniebedürftige Personen, die sich immer danach sehnen, es allen recht zu machen. Auch wenn sie dadurch selbst nicht mehr Nein zu Dingen sagen, die sie eigentlich nicht machen wollen oder können. Ein weiteres Merkmal ist der Glaube, dass andere Personen über einen bestimmen.

Um einen Burnout zu erkennen, ist ein persönliches Gespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin wichtig. Dabei können auch Fragebögen eingesetzt werden. Mit deren Hilfe können Patienten über ihr Arbeits- und Privatleben reflektieren. Ebenso werden mögliche Folgen des Burnouts wie Depressionen behandelt. Viele der Symptome eines Burnout-Syndroms weisen auch auf andere Erkrankungen hin. Der Patient wird also dementsprechend untersucht, sodass andere Krankheiten ausgeschlossen werden.

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