Tourismus in Barßel Für Wohnmobilstellplätze am Hafen werden Bäume gefällt
Die Gemeinde Barßel erweitert den beliebten Wohnmobilstellplatz am Bootshafen. Auf dem Gelände der ehemaligen Volksschule Barßelermoor entstehen 46 neue Stellplätze.
Barßel/Barßelermoor - Die Gemeinde Barßel lässt den Wohnmobilstellplatz beim Bootshafen erweitern. Darum wurde jetzt das Wäldchen auf dem Gelände am Fasanendamm gegenüber dem Bootshafen gerodet. Das Grundstück gehört der Gemeinde. Früher stand dort die Volksschule Barßelermoor. Eine von der Gemeinde beauftragte Firma hat die Bäume gefällt. Die Baumreihen am Rand der Fläche (Deichstraße) bleiben aber stehen.
Der Tourismus am Hafen boomt, besonders in den Sommermonaten ist der „Reisemobilhafen“ oft voll. Der Wohnmobilstellplatz direkt am Wasser ist bei Camping-Freunden sehr beliebt, und in der Hauptsaison sind die 18 Stellplätze am Hafen selten frei. Wenn der Platz voll ist, reisen die Urlauber weiter. Mit der Erweiterung möchte die Gemeinde Barßel den Tourismus im Erholungsgebiet Barßel-Saterland stärken.
46 Stellplätze entstehen
Auf dem ehemaligen Gelände der Volksschule können etwa 46 zusätzliche Stellplätze entstehen. Diese sollen einfach gestaltet werden, wie Florian Meyer vom Bauamt der Gemeinde Barßel erklärte.
Nachdem die Fläche jetzt gerodet ist, wird es zunächst einen Bodenaustausch geben. Anschließend werden die Plätze aus Schotter hergestellt, ähnlich wie am Bootshafen. Es wird Wasser- und Stromanschlüsse geben. Auch einige kleine Rasenflächen und Grün sind geplant.
Rodung sollte 2024 beginnen
„Die Rodung und die Anlegung des Ausweichplatzes sind politisch abgesegnet und gewollt. Die Ratsmitglieder sind über das Fällen der Bäume informiert. Es war keine Nacht- und Nebelaktion“, betont Erster Gemeinderat Michael Sope. Hintergrund: Die Mehrheitsfraktion CDU/FDP im Rat der Gemeinde Barßel hatte bereits im 2024 dieser Erweiterung zugestimmt. Doch Ratsmitglieder der SPD und Grünen waren dagegen. Der Kahlschlag wurde damals ausgesetzt.
350.000 Euro im Haushalt eingeplant
Für die Maßnahme sind 350.000 Euro im Haushalt eingeplant. Für die Finanzierung soll auf Fördermittel aus dem LEADER-Programm zurückgegriffen werden – maximal könnten dies 70.000 Euro sein.