Neues Rettungsgerät Moderne Technik für Wehren in Ostrhauderfehn und Holterfehn
Die Feuerwehren in Ostrhauderfehn und Holterfehn freuen sich über neue akkubetriebene Rettungsgeräte. Diese ermöglichen effizientere Einsätze bei verunfallten Fahrzeugen.
Ostrhauderfehn/Holterfehn - Gleich doppelten Grund zur Freude haben derzeit die Feuerwehrkameraden aus Ostrhauderfehn und Holterfehn. Während die Freiwillige Feuerwehr Ostrhauderfehn mit neuem Rettungsgerät in Form einer Rettungsschere und einem Rettungsspreizer ausgestattet wurde, erhielt die Freiwillige Feuerwehr Holterfehn deren Rettungsschere und Spreizer. Diese befanden sich bislang als Vorführgeräte im Besitz der Wehr aus Ostrhauderfehn. Sowohl die vor zwei Jahren von der Gemeinde Ostrhauderfehn angeschafften Vorführgeräte wie auch die Neugeräte sind allesamt akkubetrieben und bieten den Vorteil einer mobilen Einsatzfähigkeit vor Ort. „Die Anschaffungskosten für beide Geräte belaufen sich auf insgesamt 50.000 Euro“, erklärte Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders im Rahmen der Übergabe.
Hintergrund der Maßnahme: Mit den Altgeräten, einem Hydraulikspreizer und einer Hydraulikschere, die seit dem Jahr 2004 im Einsatz sind, gab in den letzten Jahren immer wieder Probleme. Bei Rettungseinsätzen mit verunfallten Pkw der neueren Bauart (mit verstärktem Rahmen) ließen sich die Holme oder Türen nur schwer durchtrennen oder dehnen, um schnell an die verunglückten Personen heranzukommen. Es fehlte an der nötigen Power. Außerdem mussten die Hydraulikschläuche bei Rettungseinsätzen immer nachgeführt werden. Vor zwei Jahren fasste die Gemeinde Ostrhauderfehn daher den Entschluss, Vorführgeräte (Spreizer, Schere) der Firma Neumeister aus Garrel für die Feuerwehr Ostrhauderfehn anzuschaffen.
Altes Gerät war zu schwach
„Das alte Gerät war zu schwach. Bei einem Einsatz mussten die Feuerwehrkameraden die Hydraulikgeräte mehrfach ansetzen, um zum gewünschten Ziel zu gelangen. Wir waren uns schnell einig, dass wir neues Gerät haben müssen“, so Harders. Die zunächst als Vorführgeräte im Einsatz befindlichen Spreizer und Schere mit Akkubetrieb überzeugten, so dass die Gemeinde jetzt ein zweites Paar der Rettungsgeräte kaufte. Jetzt können nicht nur die Feuerwehrkameraden aus Ostrhauderfehn sondern auch Feuerwehrkameraden aus Holterfehn eingeklemmte Personen schneller aus verunfallten Pkw mit dem neuen Rettungsgerät befreien.
„Die neuen akkubetriebenen Geräte haben die höchste Schneidkraft, die derzeit gefordert wird“, betonte Wolfgang Fennen von der Firma Domeyer aus Bremen. Sowohl der neue Rettungsspreizer (20,7 Kilo) wie auch die neue Rettungsschere (26,9 Kilo) der Ostrhauderfehner Feuerwehr weisen ein ordentliches Gewicht auf, können aber von einer starken Person im Einsatz allein getragen werden. „Die neuen Geräte stellen eine wesentliche Verbesserung dar. Der Schlaucheinsatz für die Altgeräte entfällt. Mit der akkubetriebenen Schere und Spreizer können wir auch in schwierigen Ecken operieren“, freute sich Gemeindebrandmeister Markus Ahrenholz. „Wir sind mit der Anschaffung voll zufrieden. Wir haben der Gemeinde ein gutes Konzept vorgelegt, welches die Gemeinde gut umgesetzt hat“, betonte Lars Ammermann, Ortsbrandmeister der Gemeinde Ostrhauderfehn.