Hannover  Neue QR-Code-Betrugsmasche auf Kleinanzeigen: So schützen Sie sich davor

Sophie Wehmeyer
|
Von Sophie Wehmeyer
| 22.01.2025 14:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Stuttgart, Deutschland, 13.04.2024: Eine Person hält ein Mobiltelefon mit dem Logo der deutschen Kleinanzeigenplattform Foto: IMAGO/Timon Schneider
Stuttgart, Deutschland, 13.04.2024: Eine Person hält ein Mobiltelefon mit dem Logo der deutschen Kleinanzeigenplattform Foto: IMAGO/Timon Schneider
Artikel teilen:

Einen QR-Code gescannt, ein paar Minuten Wartezeit – und das Konto ist leergeräumt: Diese neue Betrugsmasche sorgt auf der Online-Plattform „kleinanzeigen.de“ für Aufsehen. Wie die Abzocke funktioniert und wie Sie sich schützen können.

Ein Klick, ein Scan, und schon ist das Geld weg. So oder so ähnlich kann es derzeit Nutzern des Online-Portals „kleinanzeigen.de“ ergehen, die auf eine neue Betrugsmasche mit QR-Codes hereinfallen.

Wie die Betrugsmasche funktioniert und wie Sie sich schützen können in der Übersicht:

Mit einem scheinbar harmlosen QR-Code locken Betrüger aktuell Nutzer von „kleinanzeigen.de“ in die Falle, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen mitteilt. Doch diesmal sind nicht Käufer von dem Betrug betroffen, sondern die Verkäufer.

Die Betrüger geben sich über die Chatfunktion von „kleinanzeigen.de“ als interessierte Käufer aus, die das angebotene Produkt erwerben wollen. Anschließend senden die Kriminellen einen QR-Code und behaupten, darüber die Zahlung abwickeln zu wollen.

Sobald Nutzer den QR-Code scannen, werden sie auf eine manipulierte Webseite weitergeleitet, wo sie ihre Kontodaten eingeben müssen. Die gefälschte Webseite soll dabei der originalen Homepage des Zahlungsanbieters zum Verwechseln ähnlich gesehen, so die Verbraucherschützer. In der Zeit, die die angebliche Transaktion dauert, räumen die Betrüger dann das Konto leer.

Der Betrug hätte laut Verbraucherzentrale Niedersachsen durch das Verwenden der sicheren Bezahlfunktion der Plattform verhindert werden können. Generell sollten Nutzer stutzig werden, wenn Käufer lieber über andere Wege, wie Links oder QR-Codes, bezahlen wollen.

Falls Nutzer nach dem QR-Code-Scan bereits auf eine andere Webseite weitergeleitet worden sind, rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen, keine persönlichen Daten anzugeben – auch wenn die Webseite auf den ersten Blick vertrauenswürdig wirkt. Nutzer könnten versuchen, auf Schreibfehler und Abweichungen in der URL der Homepage zu achten.

Falls es bereits zum Betrug gekommen ist, sollten Betroffene Beweise durch Screenshots von Chatverläufen, Kontoauszügen und dem E-Mailverkehr sichern, die bei einer Anzeige der Polizei weitergeleitet werden können. Es sei außerdem ratsam, sich umgehend bei der eigenen Bank zu melden, um die Abbuchung eventuell noch zu stoppen.

Ähnliche Artikel