Sylt/Schwanitz  „Nord bei Nordwest“ vs. „Nord Nord Mord“: Wer ist besser?

Daniel Benedict
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Von Daniel Benedict
| 21.01.2025 10:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
„Nord bei Nordwest“: Für Cem Ali Gültekin, Hinnerk Schönemann, Marleen Lohse und Jana Klinge ging die TV-Quote diesmal zurück. Foto: NDR / Gordon Timpen
„Nord bei Nordwest“: Für Cem Ali Gültekin, Hinnerk Schönemann, Marleen Lohse und Jana Klinge ging die TV-Quote diesmal zurück. Foto: NDR / Gordon Timpen
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Das war‘s erstmal: „Nord bei Nordwest“ und „Nord Nord Mord“ haben ihre neuen Folgen gesendet. Hier lesen Sie, welcher Küstenkrimi bei der TV-Quote vorne liegt.

Wer sich im Frühjahr keine Reise ans Meer erlauben kann, schaltet einfach den Fernseher an. Bei den TV-Krimis „Nord bei Nordwest“ (ARD) und „Nord Nord Mord“ (ZDF) ist das maritime Flair wichtiger als die Spannung. Die Zuschauer haben dabei die Wahl zwischen der Nordseeinsel Sylt, wo Peter Heinrich Brix als Kommissar Sievers ermittelt, und dem fiktiven Ostsee-Örtchen Schwanitz. Hier ist das Liebes-Wirrwarr um den Tierarzt und Polizisten Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) mindestens so verzwackt wie seine Fälle. Insgesamt fünf neue Filme liefen in den letzten Wochen. Wer hat die Zuschauer mehr überzeugt?

Mehr Hund, mehr Quote: Mit dem „Nord Nord Mord“-Krimi „Sievers und der verlorene Hund“ endet der erste Schwung Küstenkrimis, mit dem die Öffentlich-Rechtlichen das Publikum zum Jahreswechsel amüsiert haben. 8,66 Millionen Zuschauer guckten sich Peter Heinrich Brix als Freund und Helfer der Sylter Schoßhunde an. Damit schlug der Film nicht nur den letzten Fall der Reihe deutlich. „Sievers und das Geisterhaus“ versammelte im Dezember sieben Millionen Fans vor dem Fernseher.

Der neue Krimi ließ auch die Konkurrenz hinter sich: Die ARD zeigte im Januar drei neue Fälle ihrer Reihe „Nord bei Nordwest“. Und während in der letzten Staffel noch zwei von drei Filmen über acht Millionen Zuschauer holten, wurde diese Marke diesmal gar nicht mehr erreicht. Am besten schneidet gleich zu Beginn der Jubiläumsfall Nr. 25 ab: „Fette Ente mit Pilzen“ schalteten 7,68 Millionen Zuschauer ein. Die nächsten zwei Folgen liegen dann sogar unter sieben Millionen.

Im Staffelschnitt kommen die Schwanitzer Ermittler um Hauke Jacobs auf 7,16 Millionen Zuschauer. Die zwei Sylt-Krimis um Peter Heinrich Brix liegen mit einem Schnitt von 7,83 Millionen vorn. Im Direktvergleich holt das ZDF den Sieg. Beide Reihen bleiben allerdings hinter den eigenen Rekorden zurück. Schließlich haben sowohl „Nord bei Nordwest“ als auch „Nord Nord Mord“ schon einmal die 10-Millionen-Zuschauer-Marke geknackt – und damit sogar den durchschnittlichen „Tatort“ in den Schatten gestellt.

Der ARD-Krimi hatte seinen besten Wert im Jahr 2021 mit der Folge „Im Namen des Vaters“ erreicht, die ZDF-Konkurrenz im Jahr darauf mit dem Fall „Sievers und das mörderische Türkis“. Eine Erklärung könnte die Mediatheken-Nutzung sein. Viele Zuschauer dürften ihre Lieblingskrimis inzwischen zeitversetzt gucken. Beide Reihen waren online vorab verfügbar.

In diesem Jahr haben unsere Leser sich besonders für die Hunde der Küstenkrimis interessiert. Hier lesen Sie ein Porträt von Bobby. Der Australian Shepherd, den Kommissar Sievers in „Nord Nord Mord“ kennenlernt, beendet mit dem Krimi eine lange Filmkarriere. Die Geschichte der Dackel-Attacke auf Oliver Wnuk am Set von „Nord Nord Mord“, können Sie hier nachlesen. Und den „Nord bei Nordwest“-Hund Holly haben wir am Set in „Schwanitz“ besucht – sehen Sie hier als Appetizer unser Video-Interview:

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