Jonte, Ida & Co Die beliebtesten Vornamen in der Region
Deutschlandweit sind die Namen Noah und Emilia am beliebtesten. Wir haben uns in der Region umgehört und wollten wissen: Welche Namen haben Eltern 2024 am häufigsten vergeben?
Oberledingerland/Saterland/Barßel - Der eigene Name begleitet und prägt einen meist das ganze Leben lang. Es liegt also durchaus eine große Last auf allen Eltern, den richtigen und vor allem passenden für das eigene Kind zu wählen.
Nicht immer ist dabei Vielfalt geboten. Bundesweit sind 2024 zwei Namen besonders beliebt gewesen: Emilia und Noah. Auch in unserer Region tauchen sie unter den Namenslisten auf. Während die einen Eltern es also weniger originell mögen, tauchen in der Liste aber auch immer wieder typisch norddeutsche Namen auf. Es zeigen sich also – den vielen Emilias und Noahs zum Trotz – regionale Unterschiede. Wir haben im Oberledingerland, im Saterland und in Barßel die beliebtesten Vornamen des vergangenen Jahres angefragt.
Gemeinde Ostrhauderfehn
In Ostrhauderfahn sind die beliebtesten Vornamen laut Mareike Neeland vom Einwohnermeldeamt Jonte (3) bei den Jungen und Enna und Malea (3) bei den Mädchen. Eltern, die sich über männlichen Nachwuchs freuen durften, haben außerdem in je zwei Fällen auf folgende drei Namen zurückgegriffen:
- Noah
- Leon
- Connor/Conner
Bei den Mädchen landete auf Platz drei der Name Sophie (2). Alle weiteren vergebenen Namen wurden dementsprechend nur einmal vergeben.
Gemeinde Rhauderfehn
In der Nachbargemeinde Rhauderfehn belegen zwei andere Namen den ersten Platz: Bei den Jungen ist es der Name Tammo und bei Mädchen der Name Lia. Wie oft die Namen vergeben wurden, ist dieser Redaktion allerdings nicht bekannt.
Platz zwei belegen Max und Malea. Der Name Luca wurde bei Jungen ebenfalls mehrmals vergeben. Alle weiteren Namen seien lediglich ein mal von den Eltern vergeben worden, teilt Marcel Degner auf Anfrage mit – er ist Abteilungsleiter in der Gemeinde Rhauderfehn für die Bereiche Ordnungsamt, Jugendarbeit und Prävention.
Gemeinde Westoverledingen
In Westoverledingen haben sich ein paar mehr Eltern für dieselben Namen entschieden. Das teilte Pressesprecherin Kirsten Beening auf Anfrage mit. Unter den männlichen Namen belegten Noah, Elias und Paul mit jeweils 4 Namensgebungen den ersten Platz. Dicht gefolgt von Enno (3). Einige weitere Namen wurden jeweils zwei Mal innerhalb des vergangenen Jahres vergeben:
- Damian
- Felix
- Hanno
- Jonathan
- Jonte
- Leon
- Lukas
- Tammo
Bei den Mädchen wurden die Namen Ida und Lotta jeweils drei Mal vergeben und teilen sich damit den ersten Platz in Westoverledingen. Den dritten Platz teilen sich insgesamt folgende weibliche Namen:
- Amalia
- Amira
- Antonia
- Fenna
- Leevke
- Malia
- Tilda
Gemeinde Saterland
Im Nachbarlandkreis Cloppenburg, im Saterland, konnten 2024 ebenfalls Namens-Favoriten festgestellt werden. Auskunft hat uns Christof Naber gegeben. Er ist Leiter der Abteilung Soziales, Jugend & Ordnung in der Gemeinde, zu der auch das Einwohnermeldeamt gehört. Die beliebtesten Jungen-Namen sind Matteo und Niko/Nico (3). Bei den Mädchen sind es die Namen Emma und Ella (3).
Die dritten Plätze belegen mehrere Namen – sie wurden jeweils zwei Mal vergeben:
- Michel
- Finn
Bei den Mädchen wurden die drittplatzierten Namen ebenfalls jeweils zwei Mal vergeben. Dabei handelt es sich um folgende Namen:
- Sophie
- Fiona
- Leentje/Lentje
- Hanna/Hannah
- Mathilda/Matilda
Gemeinde Barßel
Für die Gemeinde Barßel meldet Janina Oberschelp, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, den Namen Theo/Teo als beliebtesten bei Jungen. Genau wie in Ostrhauderfehn und Westoverledingen, fanden auch Eltern in Barßel den Namen Noah (3) ansprechend. Dicht gefolgt von drei weiteren Namen, die jeweils zwei Mal vergeben wurden:
- Milan
- Lian
- Ben
Bei den Mädchen belegen fünf Namen den ersten Platz. Es sind laut Angaben von Oberschelp die einzigen Namen, die mehrfach vergeben wurden:
- Lea
- Leonie
- Lotta
- Maria
- Mia
Wie werden die beliebtesten Vornamen ermittelt?
Werden die beliebtesten Vornamen in ganz Deutschland veröffentlicht, beziehen sich die meisten Medienberichte auf Knud Bielefeld – er ist Hobby-Namensforscher aus Ahrensburg. Gemeinsam mit einem kleinen Team hat Bielefeld bis Ende 2024 rund 240.000 Geburtsmeldungen von Standesämtern und Geburtskliniken aus fast 400 Städten ausgewertet. Zur Einordnung: Das sind in etwa 36 Prozent aller Babys, die im vergangenen Jahr in Deutschland geboren wurden.
Um zu erfahren, welche Vornamen in der Region im vergangenen Jahr beliebt waren, hat diese Redaktion bei den Gemeinden nachgefragt. Neben den Krankenhäusern, in denen die Kinder geboren wurden, hat auch das ortsansässige Einwohnermeldeamt die Möglichkeit, alle Namen einzusehen.
Eine ähnliche Liste wie die von Bielefeld, aber basierend auf einer größeren Datenlage, veröffentlicht die Gesellschaft für deutsche Sprache. Rund 90 Prozent aller jährlich erfassten Vornamen gehen beim Verein nach eigenen Angaben ein. Die Gesellschaft beobachtet in den vergangene Jahren, dass Eltern immer häufiger zu kurzen Vornamen für ihre Kinder greifen.